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Bei einer Kleiderkammer in diesem Gebäude in der Elsenheimer Straße wurde die Badematte abgegeben.

20.000 Euro

Bargeld in Badematte: Besitzer immer noch nicht gefunden

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München - In dem gespendeten Fundstück waren 20.000 Euro eingewickelt. Noch immer hat sich der rechtmäßige Eigentümer nicht gemeldet.

Auch für das städtische Fundbüro ist das ein nicht alltäglicher Fall: Vor etwa sechs Wochen landete dort eine alte Badematte. Das ist an sich noch nichts Ungewöhnliches. Das Besondere war der Inhalt: In dem Fundstück eingewickelt waren 20.000 Euro – verpackt in zwei Umschläge. Manche Münchner witterten offenbar nach der Berichterstattung über den Fund die Chance, durch die richtige Beschreibung der Matte schnell an eine Menge Geld zu kommen. 20 Menschen meldeten sich beim Fundbüro, die behaupteten, dass ihnen die Matte und vor allem das Geld gehörten. Die richtige Beschreibung des Fundstücks konnte aber offenbar noch keiner der Anrufer abgeben. Denn die Matte liegt noch immer im Büro und wartet auf den rechtmäßigen Eigentümer.

Wie berichtet, hatten zwei Ehrenamtliche die Badematte Ende Mai in einer Kleiderkammer der Caritas an der Elsenheimerstraße beim Einsortieren gefunden. Die beiden alarmierten die Polizei. Obwohl das Geld in einer gespendeten Badematte eingewickelt war, wird es wie eine Fundsache behandelt – denn nach Angaben der Polizei von damals wollte das Geld höchstwahrscheinlich keiner bewusst spenden. Woher die Matte genau in die Kleiderkammer kam, ist unklar. Wahrscheinlich gelangte sie mit einer Lieferung aus Altkleider-Sammelcontainern in die Kleiderkammer.

Erklärungen, wie das Geld in die Matte gekommen sein könnte, gibt es mehrere. Jemand könnte es vor Jahren darin eingewickelt, dann vergessen und die Matte versehentlich gespendet haben. Oder derjenige, der das Geld eingewickelt hat, ist mittlerweile gestorben. Die Angehörigen könnten die vermeintlich wertlose Matte aus dem Nachlass in einen Sammelcontainer geworfen haben. Auch möglich: Dass jemand das Geld unauffällig loswerden wollte – oder dass es sich um Schwarzgeld handelt und der Eigentümer sich deshalb nicht melden will.

Das Fundbüro jedenfalls fordert jeden Anrufer, der sich als Eigentümer der Badematte ausgibt, auf, eine schriftliche Beschreibung mit Form, Material und Farbe des Fundstücks abzugeben. Drei Menschen haben dies bereits gemacht. Laut Johannes Mayer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, werden die Posteingänge überprüft.

Bis Ende des Jahres können alle, die eine Badematte in einen Sammelcontainer geworfen haben, sich noch beim Fundbüro melden und eine Beschreibung abgeben. Wenn sich binnen sechs Monaten niemand meldet, wird das Geld dem Finder überwiesen.

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