Weniger Autos und mehr Platz

Bauprojekte in München: Diese fünf Plätze will die Stadt umgestalten

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Die Stadt möchte fünf ihrer Plätze umgestalten. Unter den Bauprojekten sind prominente Orte an der Ludwigsstraße, der Rosenheimer Straße und der St. Pauls-Kirche.

München - Die ersten Entwürfe für den St.-Pauls-Platz, die Ecke Rosenheimer/Lilien-/Zeppelinstraße, das Siegestor sowie den Willibaldplatz und den Bereich Altostraße/Ubostraße sind bei Bürgerworkshops vorgestellt worden. Zuletzt durften die Bezirksausschüsse Änderungen vorschlagen. Die zum Teil überarbeiteten Pläne werden am Dienstag dem Bauausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

Weniger Autos am Siegestor

Im Bereich des Siegestores sollen die Autos aus dem Stadtbild verschwinden. Dazu möchte die Stadt die Fahrbahn verschmälern, die Rechtsabbiegespur in die Schackstraße sowie die Einfädelspur südlich der Akademiestraße werden als verzichtbar betrachtet. Zudem sollen Stellflächen gestrichen werden. Dafür würden die Gehwege breiter. Neue Bäume werden gepflanzt, so dass der Alleecharakter stärker betont wird. Die Kosten werden auf rund 5,5 Millionen Euro geschätzt.

Der Allee-Charakter der Ludwigstraße soll am Siegestor hervorgehoben werden.

Rosenheimer Straße: Kreuzung wird kleiner

Vor dem Museum Lichtspiele an der Ecke Rosenheimer/Lilien-/Zeppelinstraße) plant die Stadt, die Kreuzung zu verkleinern. Von den ursprünglich vier Fahrspuren der Lilienstraße sollen noch zwei bleiben. Auf der Zeppelinstraße soll die Verkehrsinsel verschwinden, dafür könnte eine Fußgängerampel installiert werden. Die Gehwege würden zudem breiter. Und Radfahrer, die von der Rosenheimer Straße kommen, dürfen künftig nach links in die Zeppelinstraße abbiegen. Zeitplan und Kostenrahmen gibt es für das Projekt noch nicht.

St. Pauls-Kirche: Verschönerung für vier Millionen Euro

Auch der Platz vor der Kirche St. Paul soll für vier Millionen Euro aufgehübscht werden. Die vielen Parkplätze verringern die Aufenthaltsflächen. Durch die willkürlich erscheinende Begrünung ist die Kirche mit ihren Zugängen kaum erkennbar. Die Stadt möchte die Autos weitgehend aussperren. Aus Richtung Norden könnte der Verkehr über die Hermann-Lingg- zur Schwanthalerstraße abgeleitet werden. Die alten Tramgleise würden verschwinden. Als Kompensation könnten durch eine Änderung der Anordnung der Parkplätze am Bavariaring 25 zusätzliche Parkplätze entstehen. Dazu müssten die Rechtsabbiegerspuren vom Bavariaring in die Pettenkoferstraße und von der Pettenkoferstraße in den Bavariaring aufgelöst werden. Auch dort würde mehr Platz für Fußgänger entstehen.

Weniger Willkür soll auf dem Platz vor der St.-Pauls-Kirche herrschen.

Sitzmöglichkeiten am Willibaldplatz

Am Willibaldplatz in Laim soll die südliche Fahrbahn in einen Fußgängerbereich umgewandelt werden. Für Veranstaltungen werden im Boden versenkbare Elektroanschlüsse vorgesehen. Der neue Fußgängerbereich schließt künftig direkt an den Bereich der Trambahnwendeschleife mit Grünbereich an. Zwischen den Baumreihen sollen Bänke aufgestellt werden. Der Taxistand wird verlegt, die Busspur schmaler. Das Projekt soll 2,3 Millionen Euro kosten.

Mehr Platz für Fußgänger in Aubing

In Aubing soll der Bereich vor der Kirche St. Quirin hergerichtet werden. Die Straßen und Gehwege an der Gabelung Ubo-/Altostraße sollen neu geordnet werden. Die Bereiche für Fußgänger werden breiter und grüner. Damit auch landwirtschaftliche Fahrzeuge noch Platz haben, werden auf beiden Fahrbahnseiten Pflasterstreifen aufgebracht, die gegebenenfalls überfahren werden können. Kostenpunkt: rund 850 000 Euro.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Bauausschusses könnte mit nahezu allen Projekten bereits 2019 begonnen werden. 

Sascha Karowski

Rubriklistenbild: © mm/tz

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