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Ein architektonisches Schmuckstück, das einer aufwendigen Sanierung bedarf: der U-Bahnhof Westfriedhof.

Jahrelange Sanierung

Baustellen-Stress rund um den Westfriedhof

München - Die weitere Sanierung des U-Bahnhofs wird 2016 Sperrungen auf den Straßen und beim Trambahn-Verkehr bringen.

Geld, Zeit und noch mehr Nerven. All dies wird auch im kommenden Jahr die Sanierung des U-Bahnhofs Westfriedhof kosten. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Moosach hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die weiteren Bauabschnitte erklärt – inklusive Sperrungen von Straßen und beim Trambahn-Verkehr.

Seit 2014 ist die MVG bei den Sitzungen in Moosach Stammgast. Denn seitdem werden am U-Bahnhof Westfriedhof die Bauwerksfugen saniert, genauer gesagt, die Fugen zwischen den Wänden des U-Bahnhofs und des Deckels. Wie berichtet war laut MVG durch Streusalz chloridhaltiges Wasser in das Mauerwerk der Station eingedrungen und hatte den Stahl in den Betonwänden beschädigt. Die Folge: Sanierung von der Oberfläche aus und eine „Wanderbaustelle“ bis 2017. Die Kostenobergrenze soll bei 10,75 Millionen Euro liegen.

Die Vorhaben für das kommende Jahr sind einschneidend. Wurde heuer schon der Verkehr auf der Baldurstraße im Zuge der Sanierung teilweise einspurig geführt, wird es ab 2016 richtig bitter – und das nicht nur für Autofahrer. Denn ab dem Frühjahr werden nach Auskunft der MVG noch Abschnitte saniert, die direkt unter den Tramgleisen der Linien 20/21/N20 am Westfriedhof auf der Orpheusstraße liegen. „Die Züge können während dieser Bauzeit den Schlenker rund um die Kleingartenanlage nicht fahren“, so MVG-Sprecher Matthias Korte.

Lesen Sie auch: Das plant die MVG 2016 - Mehr Bus, Tram und U-Bahn und eine Nerv-Baustelle 

Konkret müssen sich die Fahrgäste der MVG und die Autofahrer auf folgende Einschränkungen einstellen: Voraussichtlich von 21. März bis 29. Mai – also ab dem Anfang der Oster- bis zum Ende der Pfingstferien – können die Trambahnen 20/21 nur zwischen Karlsplatz (Stachus) und Leonrodplatz fahren. Ab da fahren dann Ersatzbusse die weiteren Stationen Westfriedhof und Moosach an. Grund: Zum einen werden Gleise entfernt – nämlich in der Orpheusstraße und auf der Kreuzung Hanauer Straße/Dachauer Straße – zum anderen wird in der Dachauer Straße zwischen Borstei und Hanauer Straße ein provisorisches zweites Gleis gelegt. Dieses wird benötigt, wenn ab Ende Mai 2016 bis Mitte 2017 die Linie 20 zwar wieder nach Moosach fährt, aber nicht den Schlenker über den Westfriedhof machen kann. Die Züge der Linie 21 wenden dann vorzeitig an der Borstei. Gleichzeitig werden die StadtBus-Linien 164 und 165 vom Westfriedhof zur Borstei verlängert, um dort den Anschluss zur Tram zu gewährleisten.

Auch für Autofahrer wird es im kommenden Jahr rund um den Westfriedhof eng: Ab 21. März 2016 können Autofahrer aus der Hanauer Straße und aus der Baldurstraße kommend jeweils nur nach rechts in die Dachauer Straße abbiegen. Laut MVG soll es diese Einschränkungen aber „lediglich für wenige Wochen“ geben.

Für den BA Moosach ist der U-Bahnhof Westfriedhof trotz aller Probleme, die er aktuell bringt, ein architektonisches Schmuckstück. „Wird auch danach der U-Bahnhof die schöne Fels-Optik haben?“, fragte die BA-Vorsitzende Johanna Salzhuber (SPD) in der Sitzung. Antwort der MVG: „Wir wollen versuchen, so schonend wie möglich vorzugehen, damit der Fels-Charakter erhalten bleibt.“

Rebecca Zöller

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