Ausgezeichnete Stimmung

Bayerisches Handwerk boomt

München - Mehr Arbeitsplätze, mehr Umsatz, volle Auftragsbücher - die Stimmung in den Handwerksbetrieben im Freistaat ist prächtig.

Das bayerische Handwerk ist in Hochstimmung boomt und erwartet dank voller Auftragsbücher im laufenden Jahr einen weiteren Aufschwung. Verbandspräsident Franz Xaver Peteranderl sagte am Donnerstag in München, das Handwerk rechne mit zwei bis drei Prozent mehr Umsatz und rund 3000 neuen Arbeitsplätzen.

Die Stimmung in den Betrieben sei ausgezeichnet, besonders im Bau- und Ausbaugewerbe und beim Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Im vergangenen Jahr sei der Umsatz der Branche um 3,5 Prozent auf 107 Milliarden Euro gestiegen, die Zahl der Arbeitsplätze habe um 6000 auf 920 000 zugelegt. Angesichts des Auftragspolsters und „lebhafter Ordertätigkeit ist eine Fortsetzung des Aufschwungs zu Jahresbeginn quasi vorprogrammiert“, sagte Peteranderl. Die Investitionen in neue Maschinen, Gebäude und Fahrzeuge dürften auf rund 3,4 Milliarden Euro steigen.

Der Handwerkspräsident kritisierte aber die zunehmenden Auflagen beim Wohnungsbau. Ständig neue Verschärfungen zu Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Brand- und Schallschutz verteuerten das Bauen. „Wenn wir in Deutschland auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum erstellen wollen - und das ist vor allem in den Ballungsgebieten dringend nötig -, darf es keinesfalls zu weiteren Verschärfungen kommen“, warnte er. Die Politik sollte auch über die Wiedereinführung der Eigenheimzulage für junge Familien nachdenken: „Die Wohneigentumsquote in unserem Land ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich zu niedrig.“

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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