Eine Überwachungskamera hat die grausame Szene in einem Münchner U-Bahnhof festgehalten.

Prügel-Attacke an Weihnachten

Münchner U-Bahn-Schläger abgeschoben

München - An Weihnachten 2007 verprügelten zwei junge Männer einen 76-Jährigen in einem U-Bahnhof in München. Der Fall erregte bundesweites Aufsehen. Nun wurde ein Täter abgeschoben.

Sechs Jahre nach der brutalen Attacke auf einen 76-Jährigen in München ist einer der als U-Bahn-Schläger bekannt gewordenen Täter in seine griechische Heimat abgeschoben worden. Der damals 17-jährige Spyridon L. hatte zusammen mit einem 20-jährigen Mittäter in einem U-Bahnhof den pensionierten Schuldirektor niedergeschlagen und mit Tritten gegen den Kopf fast umgebracht. Der Mann hatte schwerverletzt überlebt. Der Grund für das Verbrechen im Advent 2007: Der Pensionär hatte die beiden zuvor in der U-Bahn aufgefordert, im Zug nicht zu rauchen.

Spyridon L. war wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Sein älterer Komplize bekam zwölf Jahre Haft. Schon damals war die Ausweisung der beiden verlangt worden.

„Bayern schiebt straffällige Ausländer konsequent ab“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nun am Mittwoch nach der Abschiebung von Spyridon L. . „Das gilt auch für EU-Bürger, die ihr Freizügigkeitsrecht aufs Gröbste missbrauchen. Solche Personen, die eine Gefahr für friedliche Bürger sind, haben bei uns nichts zu suchen.“

Spyridon L. habe den überwiegenden Teil seiner Freiheitsstrafe verbüßt und sei direkt aus der Haft nach Griechenland gebracht worden. Sollte er nach Deutschland zurückkehren, drohe ihm die Verhaftung und der Vollzug der Reststrafe. Sein türkischer Mittäter müsse mit der Abschiebung in die Türkei rechnen, sobald das Einverständnis der Staatsanwaltschaft vorliege, teilte Herrmann weiter mit.

dpa

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