Das Las Vegas wird größer: „Beate Uhse“ an der Bayerstraße 9 hat bereits geschlossen, jetzt wird ausgebaut. Foto: Marcus schlaf

An der Bayerstraße kann bald noch mehr gezockt werden

München - Das Spielcasino „Las Vegas City“ an der Bayerstraße 9 am Hauptbahnhof vergrößert sich. Die Beate-Uhse-Filiale nebenan hat schon geschlossen, das Spielcasino wird auf diese Fläche erweitert.

„Die Videokabinen werden abgebaut“, erklärt Martin Moßbrucker aus der Geschäftsführung von „Extra Games“, die das Las Vegas betreiben. Der Spielcasinobereich, der von Beate Uhse betrieben wurde, sei bereits übernommen worden. Laut Moßbrucker ist eine umfangreiche Renovierung geplant, auch die Fassade soll einen neuen Anstrich bekommen.

Von Beate Uhse heißt es, das Geschäft an der Bayerstraße habe nicht mehr ins Konzept gepasst. Man konzentriere sich einerseits auf sogenannte Premium-Shops, die Frauen und Paare ansprechen sollen wie in der Sendlinger Straße, andererseits auf „Fun-Center“ an Autobahnen mit Videokabinen für männliche Kunden. „Wir führen andere Standorte nicht mehr weiter, wenn die Mietverträge auslaufen“, sagt Beate Uhse-Pressesprecherin Assia Tschernookoff, „es war keine explizite Entscheidung gegen die Bayerstraße.“

Laut Lokalbaukommission ist eine Nutzungsänderung für das Erdgeschoss bereits 2009 genehmigt worden, eine Spielhalle sei also zulässig. Auch für das erste Obergeschoss ist eine Nutzungsänderung demnach bereits mündlich angefragt.

Schon 2009 hatte der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt sein Veto eingelegt - ohne Erfolg. „Wir haben nichts gegen Spielhallen allgemein“, betont BA-Chef Alexander Miklosy, „wohl aber, wenn es so viele sind wie im Bahnhofsviertel“. Er nennt drei Gründe: Rund um den Hauptbahnhof wären mehrere 10 000 Quadratmeter für Jugendliche nicht zugänglich. Außerdem würden zu viele Casinos das Stadtbild negativ prägen. Und: Es bestehe die Gefahr von Anbahnungskriminalität. 2007 war das „Las Vegas“ in die Schlagzeilen gekommen, als eine Prostituierte unter Drogeneinfluss beim illegalen Sex ums Leben kam.

Felix Müller

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