Nackt-Fotos per E-Mail: Ehemann sticht zu

München - Erdal K. (34) hat E-Mails mit angehängten Nacktfotos über den Seitensprung seiner Ehefrau erhalten - und mit einem Messerstich reagiert. Die Mails kamen von einem Ex- Liebhaber der Frau.

Im Schwurgerichtsprozess gegen den Absender der Nachrichten hat deren Empfänger erstmals ausgesagt: „Ich habe das Messer gegen meine Frau gerichtet. Im letzten Moment bin ich zur Besinnung gekommen.“ Abgeschickt hatte die Mails der Angeklagte Levent C. (34), Liebhaber der Ehefrau, die ihm vor einem Jahr den Laufpass gab. Er wollte ihren Tod, glaubt die Staatsanwaltschaft.

Das türkische Dreiecks-Drama hat damit eine überraschende Wende genommen. Levent C. war wegen versuchter Beteiligung am Mord angeklagt. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, die Mails des Angeklagten an Erdal K. mit der Aufforderung, seine Ehre zu „reinigen“, seien wirkungslos geblieben. Nach dem von K. eingeräumten Messerstich stellt sich der Fall anders dar. Laut einem Hinweis des Vorsitzenden kommt nun eine Verurteilung wegen vollendeter Anstiftung zum versuchten Totschlag in Betracht mit einem höheren Strafmaß.

Sibel K. hat den Messerstich ihres Mannes als Zeugin bestätigt. Sie war im August 2009 aber nicht zum Arzt gegangen. Bei einer jetzt angeordneten Untersuchung fand sich, wie angegeben, eine Narbe unter der linken Achsel. Das Paar ist versöhnt, hat im Mai ein Kind bekommen. Sibel hatte ihren Mann betrogen, während er im Gefängnis saß. Sie folgte ihm nach seiner Abschiebung unverzüglich in die Türkei. Der Prozess dauert an.

sl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Hat uns vollständig ausgebremst“: Corona-Krise zwingt Münchner Gastro-Betreiber zu bitterer Entscheidung
Die Wirte in München ziehen nach den Corona-Lockerungen eine bittere Bilanz: Gäste bleiben aus, ein Betreiber muss sogar Insolvenz anmelden.
„Hat uns vollständig ausgebremst“: Corona-Krise zwingt Münchner Gastro-Betreiber zu bitterer Entscheidung
Böses Erwachen auf der Freischankfläche: Strenge KVR-Vorgaben lassen Münchner Wirte zürnen
Wegen der andauernden Corona-Auflagen ist der Frust unter Münchens Wirten groß - heftig diskutiert werden vor allem die Freischankflächen.
Böses Erwachen auf der Freischankfläche: Strenge KVR-Vorgaben lassen Münchner Wirte zürnen
Corona-Alarm am Münchner Schlachthof: 170 Tests nötig - Sprecherin erklärt, warum Betrieb weiterläuft
Auch in Münchner Fleischbetrieben gibt es jetzt Coronavirus-Infektionen. In den Betrieben wurden umgehend Reihentests durchgeführt. Genaue Fallzahlen stehen noch aus.
Corona-Alarm am Münchner Schlachthof: 170 Tests nötig - Sprecherin erklärt, warum Betrieb weiterläuft
Betrugsmasche fällt monatelang nicht auf: Bande klaut MVV-Tickets im Wert von mehr als neun Millionen Euro 
Um etwa 150.000 Euro hat eine Betrügerbande die MVG bringen wollen - nun hat das Landgericht München ein Urteil gefällt.
Betrugsmasche fällt monatelang nicht auf: Bande klaut MVV-Tickets im Wert von mehr als neun Millionen Euro 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion