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Betrug mit Edel-Jacken: 22-Jährige verurteilt

Sie hatte teure Jacken im Internet zum Verkauf angeboten, aber eigentlich nie welche besessen. Als ihre Opfer nachhakten wurden sie beschimpft. Das Gericht attestierte „charakterliche Mängel“ und verurteilte die 22-Jährige. 

München - Wegen Betrugs und Beleidigung ist eine 22-Jährige vor dem Münchner Amtsgericht zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. 

Die Angestellte hatte auf einer Internetplattform teure Jacken der Marke „Woolrich“ zum Kauf angeboten. Kosten sollten die Kleidungsstücke zwischen 200 und 285 Euro. 27 Frauen meldeten sich daraufhin bei der 22-Jährigen und überwiesen ihr das Geld vorab. Die Jacken bekamen sie allerdings nie. In vier Fällen schickte die Angestellte den Käuferinnen lediglich billige Jacke zu, für die restlichen Frauen gab es überhaupt keine Ware. Als eine der Geprellten der 22-Jährigen daraufhin eine E-Mail schrieb und sie mit dem Betrug konfrontierte, wurde sie von der Betrügerin wüst beschimpft. „Du Opfer“, „du kleines krankes Kind“ und „langweil mich nicht, sonst fängst du eine“, schrieb sie der Geschädigten per E-Mail. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass bei der 22-Jährigen „charakterliche Mängel“ vorlägen und es nicht ausgeschlossen sei, dass sie weitere Straftaten begehe. Deshalb verhängten die Richter die Jugendstrafe, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zusätzlich dazu muss die Verurteilte 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

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Rubriklistenbild: © dpa

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