1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

Bierwoche startet - Brauer und Wirte feiern Reinheitsgebot

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

München - Die Brauwirtschaft im Freistaat feiert nächste Woche mit dem "Tag des bayerischen Bieres" das seit fast 500 Jahren bestehende Reinheitsgebot. Von Montag an (21. - 27. April) laden Brauer und Wirte in ganz Bayern bei der 10. Bayerischen Bierwoche mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zum Genuss des Gerstensafts ein.

So lassen sich Brauer beim Bierbrauen im Sudhaus über die Schulter schauen oder zeigen, was die Bierküche an Schmankerln bietet. Besucher können Rohstoff-Wanderwege erkunden, Bierseminare absolvieren oder flambiertes Weißbier kosten. In Bayern gibt es rund 630 Brauereien - knapp die Hälfte aller bundesdeutschen Braustätten. Sie bieten 40 Biersorten und 4000 Marken.

Der wichtigste Tag ist der 23. April, der Georgitag: Bayerns Brauer feiern das Reinheitsgebot, das die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig V. am 23. April 1516 in Ingolstadt erließen. Laut Bayerischem Brauerbund ist es das älteste Verbraucherschutzgesetz der Welt. Agrarminister Josef Miller (CSU) wird zur Feier des Georgitages den Brunnen vor dem Münchner Brauerhaus "anzapfen". Daraus wird statt Wasser der goldene Gerstensaft sprudeln, bis Schaulustige und Passanten die von den Brauereien gespendeten zehn Hektoliter Helles, Dunkles und Weißbier getrunken haben.

Das Reinheitsgebot sollte "Bierpanschern" das Handwerk legen, die damals ihr Bier mit Ochsengalle, Katzenhirn, Bilsenkraut oder Runkelrüben "trübe" machten. Seitdem sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden. Der Georgitag war für die Brauer früher auch der letzte Tag, an dem das Bierbrauen erlaubt war, bevor das Sommerbrauverbot begann.

Damals gab es keine Kühlmöglichkeit, dadurch verdarb das Bier im Sommer während der Gärung leicht. Von der missglückten Gärung leitet sich laut Brauerbund der Spruch ab: "Da ist Hopfen und Malz verloren."

Internet: www.bayerisches-bier.de

Auch interessant

Kommentare