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Beteiligte einigen sich

Bittere Pille für Studenten: Semesterticket wird 15,4 Prozent teurer

München - Das Semesterticket wird es weiter geben – allerdings vorerst nur für ein Semester. Lange haben Verkehrsunternehmen und Studierendenvertretungen verhandelt, ohne sich einigen zu können.

Schließlich schaltete sich die Stadt München ein und schlug einen Kompromiss von 15,4 Prozent Preiserhöhung vor. Die Studenten hatten 5,3 Prozent angeboten, die Verkehrsunternehmen wollten den Preis ursprünglich um 26 Prozent anheben.

Am Donnerstag stimmten die Studentenparlamente der LMU, TU und Hochschule München dem Vorschlag zu. „Ohne eine Vermittlung der Stadt Münchens stünden wir vor dem Aus“, sagt Nora Pohle, studentische Vertreterin im Senat der TU. Der Kompromiss sieht für das Wintersemester 2016/17 eine geringe Erhöhung des Solidarbeitrags von 62,50 auf 65 Euro vor. Die IsarCard Semester hingegen wird statt bisher 157,60 künftig satte 189 Euro kosten. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine langfristige Lösung. Die ohnehin schon von zwei auf drei Jahre erweiterte Pilotphase des Tickets wird lediglich um ein weiteres Semester verlängert.

Auch aus diesem Grund waren die Parlamentsmitglieder der Studierenden geteilter Meinung über das Angebot. Manche fürchten, dass nun jedes Semester ein neuer Kampf ums Semesterticket ausgefochten werden muss, bei dem die Studierenden letztlich immer neue Zugeständnisse machen müssen. Einige sprachen sich sogar schon jetzt gegen die Annahme der angestrebten Preiserhöhung aus. Für Studenten, die aus dem Außenraum Münchens kommen, lohnt sich das Ticket jedoch im Vergleich zum Ausbildungstarif, der Alternative zum Semesterticket, in jedem Fall.

Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Nach deren Abschluss wird eine Urabstimmung unter den Studenten durchgeführt, um über eine dauerhafte Weiterführung zu entscheiden. „Die 15,4-prozentige Erhöhung ist eine bittere Pille. Eine weitere drastische Erhöhung ist für uns nicht vertretbar“, sagt Constantin Pittruff, Vorstand des Studentenparlaments der Hochschule München.

pfw

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