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Autofrei über die Hackerbrücke: Bei der Blade Night geht es auf prominenten Wegen durch die Stadt.

Hoffnung auf Neuauflage 2019 lebt

Blade Night fällt erneut aus - das ist der Grund

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Auch in diesem Jahr wird es keine Blade Night in München geben. Organisator Green City hat keinen Hauptsponsor für die einst so populäre Veranstaltung gefunden. Geschäftsführer Martin Glöckner will einen neuen Anlauf nehmen.

München - Jahrelang war die Blade Night eine der beliebtesten Veranstaltungen für Hobbysportler. Tausende Skater versammelten sich jeden Montagabend, um auf für den Verkehr gesperrten Straßen durch das nächtliche München zu gleiten - zu Spitzenzeiten sogar 30.000, erinnert sich Green-City-Chef Glöckner. In den besten Jahren beteiligten sich im Schnitt 15.000 Skater pro Termin. Im verregneten Sommer 2016 waren es nur noch 6000. Danach zog Green City vorläufig einen Schlussstrich, nachdem der Hauptsponsor AOK abgesprungen und die Finanzierung nicht mehr gesichert war. 2017 hatte es sich daher ausgerollt.

Die Umweltorganisation begab sich zwar auf die Suche nach neuen Gönnern - aber vergeblich. Glöckner: Wir haben keinen Hauptsponsor gefunden, der es 2018 stemmen kann oder will.“ Der Green-City-Geschäftsführer betont jedoch: „Für 2019 ist noch alles offen.“ Die Verhandlungen würden weitergeführt - und falls es mit dem Sponsoring nicht klappe, käme eventuell „eine andere Finanzierungsidee“ zum Zuge. Genaueres wollte Glöckner am Freitag nicht verraten. Etwa 110.000 Euro betragen die Kosten für die Blade Night, 30.000 Euro hatte das städtische Sportamt in der Vergangenheit beigesteuert. Bleibt also eine Finanzierungslücke in Höhe von 80.000 Euro, die für die Organisatoren offenkundig nicht leicht zu schließen ist.

Ausgerollt: Die Blade Night fällt nach 2017 auch heuer wieder ins Wasser.

Trotz Pool an Förderern schwierige Finanzierung

Zwar hatte Green City immer einen Pool an Förderern, doch ohne einen Hauptsponsor sei es schwer, das Event zu stemmen, so Glöckner. 2007 hatte sich Löwenbräu zurückgezogen, dann hangelte man sich drei Jahre lang von Termin zu Termin. Erst mit dem Einstieg der AOK 2011 gab es wieder Planungssicherheit - bis zum Jahr 2016.

Laut Martin Glöckner hoffen viele Skater und hunderte ehrenamtliche Helfer auf ein Comeback der Blade Night. „Wir bekommen ständig Anfragen. Die Leute brennen“, sagt der Green-City-Chef. Sicher sei die Popularität nicht mehr so hoch wie während der Anfangszeit - die erste Blade Night fand 1999 statt - doch die Sportart sei immer noch im Trend. „Es ist ein Stück Münchner Lebensgefühl und die Veranstaltung war auch ein Aushängeschild.“ Zudem habe die Blade Night stets viele Anfänger angelockt. Autofahrer dagegen ächzten schon mal wegen der zeitweisen Straßensperrungen.

Glöckner will nicht ausschließen, dass heuer zumindest ein oder zwei Blade Nights stattfinden, damit die Veranstaltung nicht ganz einschläft. Eine Genehmigung hat Green City sogar für 18 Abende - und diesen Rahmen auch meist ausgeschöpft, sofern das Wetter mitspielte. 18 Skater-Abende hält Glöckner für eine sinnvolle Anzahl. „Wir wollen das weder verringern noch erweitern.“ Vielleicht gibt es ja 2019 die Wiederauferstehung der rollenden Volksbewegung.

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Klaus Vick

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