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Blitzer gegen Raser und Rotsünder

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München - Wer bei Rot über die Kreuzung fährt und dabei auch noch zu schnell ist, für den kann es ab heute richtig teuer werden. Zumindest an der Kreuzung Dachauer-/ Max-Born-Straße (Moosach).

Zumindest an der Kreuzung Dachauer-/ Max-Born-Straße (Moosach). Die Münchner Polizei nimmt dort einen sogenannten „Multistar C“ in Betrieb. Das Gerät macht nicht nur ein Bild vom Rotlichtsünder, sondern kann zusätzlich dessen Geschwindigkeit messen. Fotografiert wird aber auch, wer „nur“ zu schnell fährt – egal ob Grün oder Rot.

Seit knapp zwei Jahren wird die Technik von der Polizei in München getestet. Zwei Geräte waren im Probebetrieb aufgestellt: an den Kreuzungen Wintrichring/ Menzinger Straße sowie Landsberger-/ Fürstenrieder Straße. „Nach diversen technischen Problemen“, wie Hans-Jürgen Notka, Leiter der Verkehrsabteilung, sagt, wird ab diesem Freitag am neuen Standort scharf geschossen. Dieser wurde in einem mehrmonatigen Verfahren unter mehreren Kreuzungen ausgewählt.

Die Polizei will mit dem neuen Blitzer inklusive Radar-Modul die Unfälle bei Gelb- und Rotlicht reduzieren. Viele Autofahrer drückten bei Gelb kräftig aufs Gas statt zu bremsen. Wer bei Rot über die Ampel fährt und zugleich die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, wird für den schwerer wiegenden Verstoß mit Bußgeld, Punkten und gegebenenfalls Führerscheinentzug bestraft. Für den zweiten Verstoß kommt die Hälfte des dafür vorgesehenen Bußgeldes hinzu.

Ein zweiter Standort für einen „Multistar C“ ist bereits ausgewählt: an der Kreuzung Wasserburger Landstraße/Bajuwarenstraße. Womöglich noch in diesem Jahr geht das Gerät dort in Betrieb, sagt Notka.

Sven Rieber

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