Brigitte Meier wird neue Sozialreferentin

München - SPD schlägt die 44-Jährige einstimmig als Nachfolgerin von Friedrich Graffe vor – ihre Wahl gilt als sicher.

Brigitte Meier (SPD) wird neue Sozialreferentin. Am Montag hat der Gesamtvorstand der Münchner SPD die 44-Jährige einstimmig als Nachfolgerin von Friedrich Graffe vorgeschlagen, der den Posten Ende Juni 2010 altersbedingt abgeben wird. Die SPD hat in der rot-grünen Koalition das Vorschlagsrecht für das Sozialreferat. Dass die Rathaus-Fraktion dem Vorstands-Votum folgt, gilt als sicher. Die Personalie Meier dürfte somit definitiv sein.

„Über den einstimmigen Beschluss freue ich mich sehr“, sagte Meier, die seit 1996 Stadträtin ist und dort die sozialpolitischen Themen bearbeitet. „Für die SPD ist das eines der wichtigsten Referate, und aufgrund des engen Haushalts-Gürtels ist es auch besonders anspruchsvoll.“ Meier erklärte, sich insbesondere den Problemen Altersarmut und Kinderarmut widmen zu wollen.

Brigitte Meier hat Pädagogik, Psychologie und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert und ist seit 1997 stellvertretende Vorsitzende der Münchner SPD. Von 1990 bis 1996 war sie Mitglied im Bezirksausschuss Obergiesing, ehe sie in den Stadtrat gewählt wurde.

Die 44-Jährige wird Friedrich Graffe (SPD) als Sozialreferent ablösen. Graffe wird im September 62 Jahre alt und 2010 nicht mehr für das Amt kandidieren.

Neben Graffe hört dann auch Elisabeth Weiß-Söllner auf, die seit 1993 Stadtschulrätin ist. Wer die Nachfolge der 63-Jährigen antreten wird, ist noch offen. SPD und Grüne wollen gemeinsam einen geeigneten Kandidaten – oder Kandidatin – auswählen.

Die Stadt hat derzeit elf Referenten. Für acht endet die Amtszeit im Juni 2010, wobei nur Graffe und Weiß-Söllner aufhören. Die übrigen Stadtminister streben eine neue Amtszeit an und können mit ihrer Wiederahl rechnen: Baureferentin Rosemarie Hingerl, Kommunalreferentin Gabriele Friderich, Personalreferent Thomas Böhle, Umweltreferent Joachim Lorenz, Stadtkämmerer Ernst Wolowicz und Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. Die Amstperiode beträgt sechs Jahre, die Altersgrenze liegt per Gesetz bei 65 Jahren.

wha

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