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Für alle, die auf jeden Euro schauen müssen

Tipps, damit man günstiger in München lebt

München - Immer mehr Menschen können sich München nicht leisten. Für sie hat das Sozialreferat nun die Broschüre „Günstiger leben in München“ herausgebracht.

Es ist ein Wegweiser zu den amtlichen Leistungen der Stadt und wichtigen Anlaufstellen für Menschen, die auf jeden Cent schauen müssen.

Freuen sich über das Angebot: Sozialreferentin Dorothee Schiwy und Bürgermeisterin Christine Strobl.

Das sind nicht wenige: Mehr als 260.000 Bürger sind arm oder von Armut bedroht. Darunter fallen alle, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verfügen. Beim Einpersonenhaushalt liegt diese Armutsschwelle bei 1350 Euro Netto, bei einer Familie mit einem Kind unter 14 Jahren bei 2430 Euro. Schwer ist es auch für ältere Menschen, die von einer Minirente oder Grundsicherung leben, oder Familien, die HartzIV-Leistungen beziehen. Eine Familie mit zwei Kindern von 5 bis 14 Jahren muss da mit 1271 Euro im Monat, zuzüglich Miet- und Heizkosten, auskommen. „Davon muss der gesamte Lebenunterhalt bestritten werden und auch für größere Anschaffungen wie Möbel oder mal eine neue Waschmaschine gespart werden“, sagt Sozial-Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD).

An all diese Menschen richtet sich die Broschüre „Günstiger Leben in München“. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten und wo man sie beantragt, listet Beratungsstellen auf, erklärt, wo und wie es Vergünstigungen gibt, etwa durch den München-Pass oder den Ferienpass. Vieles kennt man, wie etwa das Lebensmittelangebot der Münchner Tafel. Anderes ist weitgehend unbekannt, etwa die „Medikamentenhilfe München“, wo man in vielen Apotheken als Inhaber des München-Passes einen Preisnachlass auf Medikamente bekommt, die die Kasse nicht bezahlt. Daneben finden sich Adressen von Secondhand-Läden, günstigen oder kostenfreien Kulturangeboten sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

So bekommen Sie die Broschüre

Die Broschüre gibt es kostenfrei in der Stadtinformation im Rathaus, in Stadtteilbibliotheken, ASZs, vielen sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie im Internet unter www.muenchen-gegen-armut.de.

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