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München soll einen Radring um die Altstadt bekommen. Wie der verlaufen soll, ist offen.

Bürgerbegehren: CSU macht Vorschlag für Radlring - Grüne wittern Manöver

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Als Antwort auf das Bürgerbegehren zum Altstadt-Radlring hat die CSU gestern eine eigene Trassierung für die Route vorgeschlagen. Der Stadtrat entscheidet heute darüber, ob er die Forderungen des Radentscheids übernehmen will. Eine Mehrheit dafür gilt als sicher.

Bei den Forderungen geht es neben dem Ausbau der Radwege auch um einen Radl-Ring um die Altstadt. Eine fixe Trassenführung existiert bislang nicht, die Verwaltung prüft bereits mehrere Varianten. Es gibt lediglich den Vorschlag der Initiatoren, wonach es entlang des gesamten Altstadtrings beidseitige Radwege mit größtenteils mindestens 2,30 Meter Breite geben soll. Das ginge zu Lasten der Fahrspurgen.

Die CSU schlägt nun vor, die neue Radl-Route von der Brienner Straße über den Odeonsplatz, den Hofgarten, die Alfons-Goppel-, die Sparkassenstraße, die Kustermannfahrbahn über das Rosental zum Oberanger und weiter bis zur Herzog-Wilhelm-Straße, den Lenbachplatz und Maximiliansplatz zu führen.

CSU-Bürgermeister Manuel Pretzl sprach von einer attraktiven Route: „Sie schafft es dabei, die Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen und offensichtliche Gefahrensituationen auszusparen.“ Die CSU wolle damit nämlich nicht auf Biegen und Brechen alle Verkehrsteilnehmer auf engstem Raum gegeneinander ausspielen. Stadträtin Sabine Bär sagte: „Der beste Ring nutzt nichts, wenn ihn die Radfahrer nicht nutzen, weil sie einen Umweg fahren müssen. Beispielsweise ist es doch viel angenehmer, sicherer und komfortabler, wenn man nicht durch die überlastete Frauenstraße fährt, sondern durch die Kustermannfahrbahn.“

Die Grünen wittern derweil ein Ablenkungsmanöver. Die Route habe Gefahrenstellen, sagt Stadtrat Paul Bickelbacher. Und die Kustermannfahrbahn sei bereits intensiv genutzt. „Insgesamt sind die Verbindungen eher umwegig. Die Ideen entspringen wohl eher dem Interesse der CSU, den Autoverkehr auf dem Altstadtring nicht zu verärgern als dem Wunsch, den Münchens Radverkehr sicherer und komfortabler zu gestalten.“

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