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So sollen die Neubauten an der Welfenstraße aussehen. Um die Fassadengestaltung gab es bereits Streit, auch der Verkehr macht den Anwohnern Sorgen.  

Mehr Verkehr, mehr Grün

Paulaner-Gelände: Darum ging es bei der Bürgerversammlung

München - Im kommenden Jahr beginnt der Bau von 1500 Wohnungen auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände. Bei einer Informationsveranstaltung für die Bürger, haben die viele Fragen und Wünsche.  

Zurzeit bekommt der gelbe Siloturm von Paulaner einen neuen Anstrich. Die blaue „Hommage an die Au“, die die Graffiti-Künstler Loomit und Bert gerade an die Wand malen, ist allerdings von kurzer Dauer. Noch im Herbst beginnt der Abbruch der restlichen Gebäude auf dem ehemaligen Brauereigelände an der Falkenstraße. Der gelbe Turm des Malzsilos werde allerdings nicht vor 2017 weichen, sagte Jürgen Büllesbach, Chef der Bayerischen Hausbau, bei einer Bürgerveranstaltung. Im Februar war die Großbrauerei an den Stadtrand nach Langwied gezogen. Seitdem stehen die Produktionshallen leer.

Büllesbach skizzierte den Zeitplan für den Bau der geplanten 1500 Wohnungen auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände. Die Vorarbeiten an der Welfenstraße, wo früher die Bierkästen gestapelt wurden, haben bereits begonnen. 2017 startet der eigentliche Bau an der Welfen- und an der Falkenstraße, ab 2018 wird das Teilquartier an der Regerstraße bebaut. 

Wie teuer werden die Wohnungen werden?

Das war einmal: Der alte Siloturm auf dem unteren Teil des Brauerei-Geländes wird bald abgerissen. 

Es soll ein Mix aus Eigentums- und Mietwohnungen werden. Zu den Preisen wollte sich auf Anfrage niemand äußern. 30 Prozent der Wohnfläche sind für den geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Die Fassade des Wohnblocks an der Welfenstraße, wo lediglich Mietwohnungen entstehen sollen, soll einen grünen Anstrich bekommen. Damit solle ein Kontrast zum gegenüberliegenden roten Weilerblock entstehen, sagte Büllesbach. Die Rückseite des Gebäudes Richtung Bahnlinie soll ebenfalls rot gestaltet werden. Die Fassadengestaltung an der Welfenstraße hatten Mitglieder des örtlichen Bezirksausschuss im Vorfeld der Versammlung kritisiert.

Wie die Fassade an der Falken- und an der Regerstraße aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Im Neubaugebiet an der Falkenstraße soll ein großer Supermarkt einziehen. Im Teilabschnitt an der Welfenstraße – diesen Teil nennt die Bayerische Hausbau künftig den „Zacherlblock“ – werde Platz für Geschäfte geschaffen. Es sei gut möglich, dass etwa eine Gastronomie unterkomme, hieß es.

Bürger wünschen sich begrünte Fassaden

Einige Mütter fragten nach den Kindertageseinrichtungen, die auf dem Areal geplant sind. Eine Kita entsteht im Teilgebiet an der Welfenstraße, zwei sind für das Teilgebiet an der Regerstraße vorgesehen und eine an der Ohlmüllerstraße, wie die Bayerische Hausbau berichtete. Bürger äußerten aber auch den Wunsch nach einer Fassadenbegrünung, andere nach mehr Bäumen.

Büllesbach verwies auf den Freizeitwert dank geplanter Dachterrassen, die die Bewohner zum Teil gemeinsam nutzen sollen. Geplante Grünflächen in dem Baugebiet sind teils privat, teils öffentlich. Von einem Innenhof soll man in der unteren Au zum Auer Mühlbach gelangen können. Unter jedes Baugebiet kommt eine Tiefgarage. Die Ausfahrten führen je zur Hoch-, Reger- oder Hiendlmayrstraße sowie zur Welfen- oder zur Falkenstraße. Viele Bewohner fürchten, dass der Verkehrsdruck im Viertel durch die zusätzlichen Autos wächst. Entspannung im öffentlichen Nahverkehr könnte eine neue Trambahnhaltestelle an der Regerstraße schaffen, die noch in Planung ist. 

Anne Hund

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