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Bund Naturschutz fordert Stopp von Flughafenausbau und Inlandsflügen

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München - Wegen der drohenden Klimakatastrophe fordert der Bund Naturschutz den sofortigen Stopp der Ausbaupläne für die Großflughäfen München und Frankfurt und die Einstellung des innerdeutschen Flugverkehrs. Der Flugverkehr sei "drauf und dran, zum Klimakiller Nummer Eins zu werden", sagte der Vorsitzende Hubert Weiger am Freitag in München.

Bei den gegenwärtigen Wachstumsraten werde der Flugverkehr in wenigen Jahren größeren Klimaschaden anrichten als alle Autos in Deutschland zusammen. "Deutschland hat bereits jetzt die höchste Flughafendichte der Welt. Es ist pervers, dass wir immer noch innerdeutsche Flüge haben."

Am Münchner Flughafen läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren für eine dritte Start- und Landebahn, gegen das insgesamt 60 000 Einwendungen eingegangen sind. Die Umweltschützer forderten, die Inlandsflüge durch bessere Eisenbahnverbindungen zu ersetzen. Unter den 400 000 alljährlich in München startenden und landenden Flugzeugen seien 60 000 Kurzstreckenflüge auf den Routen nach Nürnberg und Frankfurt, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Christian Magerl. 1,5 Millionen Passagiere flögen zwischen München und Frankfurt. "Hier sehen wir ein enormes Verlagerungspotenzial."

Bisher gebe es auch keine belastbare Kostenschätzung für die dritte Startbahn, kritisierte Magerl. Es würden Zahlen zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro in den Raum geworfen. Ohne Kostenprognose ist die Startbahn aus Magerls Sicht nicht genehmigungsfähig.

dpa

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