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Die Bundeswahlleitung geht von mindestens 40 Prozent Briefwahlstimmen aus.

Info-Leak bei Twitter

Überraschung bei Auszählung in München: Kandidatin erhält Stimme - dabei ist sie schon lange tot

  • Katharina Haase
    VonKatharina Haase
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Ein Wahlhelfer aus München hat auf Twitter für einige Lacher gesorgt. Grund dafür war ein Stimmzettel, der eine ganz besondere Kandidatin nannte.

München - Wahlhelfer haben einen recht eintönigen Job. Stimmzettel zählen, öffnen, auswerten. Doch ab und zu gibt es auch einen Lichtblick bei der Arbeit der unfreiwillig Berufenen. Dann nämlich, wenn sich ein Wähler einen Scherz erlaubt - und den Wahlzettel einfach nach seinen eigenen Wünschen befüllt.

„Ich möchte hiermit eine eher uninteressante Info über die BTW21 leaken“, schrieb nun ein Münchner Wahlhelfer bei Twitter - und sorgte damit für Schmunzeln. Gemeint ist Gregor Schmalzried, seines Zeichens Internet-Reporter bei BR24 und unter dem Namen Grexgor auch bei Twitter sehr aktiv.

Bundestagswahl in München: Kurioser Stimmzettel sorgt für Lacher im Netz

In diesem Jahr wurde Gregor bei der Bundestagswahl 2021 zum Wahlhelfer berufen - und machte am Wahlabend gegen 20.30 Uhr eine kuriose Entdeckung auf Twitter bekannt. Bei der „uninteressante Info über die BTW21“ handelte es sich dann jedoch um eine recht witzige Anekdote. Die da wäre: „In meinem Bezirk gab es genau 1 Stimme für Kaiserin Sissi. Was nicht viel ist, aber mehr als ich erwartet hätte.“

Zum Direktmandat reiche die eine Stimme für „Sissi“ leider nicht. Doch Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, so ihre eigentliche Bezeichnung, hätte ohnehin nicht viel davon gehabt, noch größeren Zuspruch zu erfahren. Schließlich ist die Monarchin, einst geboren als bayerische Prinzessin in Possenhofen am Starnberger See, lange tot. Am 10. September dieses Jahres jährte sich zum 123. Mal der Tag Jahre, an dem die Kaiserin bei einem Attentat durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni mittels einer spitzen Feile ermordet wurde.

Stimmzettel für Kaiserin Sissi: Gewünschte Direktkandidatin ist seit 123 Jahren tot

Neben dieser Tatsache bleibt noch eine weitere Traurigkeit: Einen Stimmzettel mit einem ungültigen Namen zu beschmieren, macht den Zettel ungültig - und die Stimme verschenkt. Doch immerhin finden sich auch die ungültigen Zettel in der Wahlbeteiligung wieder.

Die Twitter-Gemeinschaft feierte den unbekannten Sissi-Wähler jedoch mit großer Freude. Und prompt meldet sich auch ein Twitter-Account namens „Sissi die II“ zu Wort und kommentierte: „Mein Franz hat natürlich mich gewählt.“ Na, wenn das nicht Liebe ist...

Doch wie haben eigentlich die Münchnerinnen und Münchner gewählt, die NICHT „Sissi“ auf den Stimmzettel geschrieben haben? Wir haben das in interaktiven Karten für alle Stadtteile aufgeschlüsselt. Zudem informiert unser München-Newsletter Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. (kah)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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