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Die beiden Burger-King-Filialen am Münchner Hauptbahnhof haben am Sonntagvormittag dicht gemacht.

Hauptbahnhof, Tal und Sonnenstraße

Burger King schließt Filialen in München

  • Kerstin Lottritz
    vonKerstin Lottritz
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  • Peter T. Schmidt
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München - Etappensieg für Burger King im Streit um die Filialen des Lizenznehmers Yi-Ko Holding: Dessen Restaurants in München blieben am Sonntag geschlossen. Ob und wann es dort wieder Burger und Pommes geben wird, ist unklar.

Am Hauptbahnhof, im Tal, an der Sonnenstraße – überall das gleiche Bild: Die Fenster unter dem rot-gelb-blauen Burger-King-Logo waren dunkel, in der Tür hing eine auf DIN-A-4 gedruckte Nachricht. Die Überschrift: „Vorläufige Schließung von Burger King Restaurants“. Der Lieferstopp, den Burger King im Streit um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen über seinen größten Franchisenehmer, die Yi-Ko Holding mit elf Standorten allein in München, verhängt hat, zeigt Wirkung. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt, seien am Wochenende die letzten Lebensmittel aus den bayerischen Filialen zusammengezogen worden, um die beiden großen Restaurants im Hauptbahnhof noch ein paar Stunden länger betreiben zu können. Doch am Sonntag war auch hier Schluss. Ein Schild an der Tür verkündete: "Auf unbestimmte Zeit geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Kundentreue".

Nun fürchteten die Beschäftigten um ihre Jobs, berichtet der Münchner NGG-Geschäftsführer Mustafa Öz. Er hält es für „unvermeidbar“, das Yi-Ko in die Insolvenz rutscht, und sieht Burger-King in der Pflicht. An dessen Deutschland-Chef Andreas Bork appelliert Öz in einer Pressemitteilung: „Übernehmen Sie wieder ihre ehemaligen Restaurants, ihre ehemaligen Mitarbeiter, und lassen sie die Beschäftigten kurz vor Weihnachten nicht auf der Straße stehen!“ Schließlich habe Bork im vergangenen Jahr „sehenden Auges die letzten 89 Restaurants“ in Franchise an Yi-Ko verkauft, obwohl Probleme vorhersehbar gewesen seien. Bork sagte der „Welt am Sonntag, es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die 89 Restaurants in eine neue Eigentümerstruktur zu überführen, um möglichst viele der 3000 Arbeitsplätze zu sichern. Doch während Yi-Ko in seiner Nachricht an die „lieben Gäste“ von einer Schließung für „kurze Zeit, im Idealfall von wenigen Tagen“ schreibt, ist Bork skeptisch: „Wir können nicht versprechen, dass und wie schnell es eine Lösung gibt“, sagte er.

Bork hatte die Verträge mit Yi-Ko fristlos gekündigt. Dazu stehe er, denn „es gab in den vergangenen Wochen wiederholt gravierende Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorschriften. Und das können wir beweisen.“ Der TV-Sender RTL, dessen Magazin „Team Wallraff“ den Skandal Ende April ins Rollen brachte, will heute, Montag, neue Rechercheergebnisse zeigen.

Der Mutterkonzern hatte seinem Franchise-Nehmer Yi-Ko am Dienstag fristlos gekündigt und damit einen Lieferstopp von Burgern und anderen Fast-Food-Lebensmitteln erteilt.   lot, sc

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