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Im Mai wird die Allianz Arena zum Zentrum des europäischen Fußballs - und das hat auch für die Stadt seinen Preis.

Champions League-Finale kostet Stadt eine Million

München - Das Finale der Champions League findet 2012 in München statt – und das kommt der Stadt teuer. Rund eine Million Euro soll sie aus dem Stadtsäckel berappen.

Es ist mehr als nur ein Fußballspiel: Das Finale der Champions League wird in 233 Länder übertragen und lockt hunderte Millionen Zuschauer vor den Fernseher. Am 19. Mai 2012 findet dieses Finale in der Münchner Allianz Arena statt – sehr zur Freude des FC Bayern und des Deutschen Fußballbundes, der sich beim europäischen Dachverband Uefa darum beworben hatte.

Für die Stadt München hat die Großveranstaltung allerdings ihren Preis. Rund eine Million Euro soll sie zur Finanzierung der Veranstaltung beitragen, fordern die Fußball-Funktionäre – das bestätigte das Presseamt unserer Zeitung am Donnerstag. Bei der Uefa ist man offensichtlich der Meinung, dass die Forderung nur recht und billig ist. Schließlich profitiert die Stadt ja wirtschaftlich von dem Finale – durch Shopping-Umsätze, Übernachtungen, touristische Aktivitäten. Zudem geht es nicht nur um die Ausrichtung eines einzigen Fußballspiels. Das Finale wird von einem mehrtägigen Fanfestival, das voraussichtlich im Olympiapark stattfinden soll, begleitet. Zudem scheint sich die UEFA nun entschieden zu haben, das Champions-League-Finale der Frauen am 17. Mai im Münchner Olympiastadion auszutragen. Wie berichtet, hatte der DFB zuletzt noch versucht, die Uefa zu überreden, mit dem Spiel nach Augsburg zu gehen.

Nicht alle Stadträte sind begeistert von den Summen, mit denen das Stadtsäckel belastet werden soll. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl nennt manche der Forderungen an die Stadt „skurril“ – etwa, dass sie mehr als 200 000 Euro für einen Fußball-Rasen im Olympiastadion hinlegen solle, damit dort die Frauen ihr Finale austragen können. „Ich habe mich gefragt: Können die denn nicht auch in der Allianz Arena spielen?“ Man werde die Forderung nur mit „lautem Zähneknirschen“ billigen. Der Stadt bleibe aber nichts anderes übrig.

Bei den Grünen sieht man die Sache weniger tragisch. „Das Finale ist eine internationale Großveranstaltung mit entsprechendem Rahmenprogramm“, sagte Fraktionschef Siegfried Benker. „Wenn München in dieser Liga mitspielen will, muss man bereit sein, Kosten zu tragen.“ Das sei bei derlei Veranstaltungen üblich. „Zudem bekommen wir ja zwei Endspiele – da ist eine Million gut angelegtes Geld.“ Nun muss es nur noch der FC Bayern ins Finale im eigenen Stadion schaffen. Denn dann gäbe es für Münchner Fans auch ein größeres Ticket-Kontingent.

Johannes Patzig

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