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Hoch die Tassen: Christian Springer freut sich auf ein feuchtfröhliches Starkbierfest.

Trump und Bierpreise statt Flüchtlinge

Springer zapft die Stadt an - darum geht‘s in seiner Starkbierrede

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München - Christian Springer zieht bei seiner Starkbierrede wieder vom Leder. Wer sich besonders in Acht nehmen muss, verrät uns der Münchner Kabarettist schon vorab.

Am Stiglmaierplatz (Maxvorstadt) riecht’s nach Malz und nach Gaudi. Fastenzeit ist Starkbierzeit - und beim Löwenbräu brauen sie den Triumphator. Am nächsten Donnerstag ist Anstich mit Musikprogramm und mit der legendären Starkbierrede. Der Münchner Kabarettist Christian Springer (52) wird die Politprominenz derblecken. Bissig, witzig und ohne Samthandschuhe. So wird das einen Tag vorher auf dem Nockherberg sein, doch Löwenbräu will Paulaner Konkurrenz machen. 

Während sich dort Luise Kinseher (48) als Mama Bavaria aber vor allem die große Landespolitik vornimmt, will Springer eine Rede vorwiegend mit München-Themen halten. Er zapft die Stadt an! Einen kleinen Seitenhieb auf die Konkurrenz kann sich Springer allerdings nicht verkneifen. „Bei uns sind alle Münchner Stadträte eingeladen“, grinst er, „jeder darf kommen.“ Hintergrund: Für die Salvatorprobe am Nockherberg hatte es heuer weniger Stadtrats-Einladungen als in den vergangenen Jahren gegeben, was wiederum zu heftiger Kritik insbesondere aus Reihen der CSU geführt hatte.

Bereit zum Starkbieranstich: Das Fest kann beginnen.

Starkbierrede spart Flüchtlingsproblematik aus

Springer, früher bekannt in der Rolle des grantigen Pförtners Fonsi, engagiert sich mit seinem Verein Orienthelfer vor allem für syrische Flüchtlinge. Doch sein privates Engagement und die Flüchtlingsproblematik werden in der diesjährigen Starkbierrede keine Rolle spielen - es gebe nichts zu problematisieren: „In München gehen wir deutlich besser mit der Flüchtlingsthematik um als woanders.“ Eine Woche vor dem großen Tag kränkelt Springer und trinkt Tee statt Starkbier. Trotzdem haut er vorab schon einige Sprüche raus.

Springer über…

Bürgermeister Josed Schmid (47, CSU) und die Wiesn-Bierpreisbremse: „Es ist eine Münchner Tradition, dass die Wiesnwirte jedes Jahr die Bierpreise erhöhen. Der Seppi Schmid will diese Tradition abschaffen. Für die CSU ist er damit ein Gefährder und muss abgeschoben werden. Nur wohin? Er kommt aus Allach-Untermenzing, ich aus Berg am Laim. Allach-Untermenzing ist für mich West-Afghanistan.“

Sicherheit und Ordnung in der Stadt: „Der Stadtrat Michael Kuffer fordert eine stärkere Bewaffnung der Sicherheitsdienste. Aber in München kämpft man nicht gegen den IS. In München kämpfen die Sicherheitsdienste gegen Wildbiesler und Griller am Flaucher. Das wird den Erdogan freuen, wenn er hört, dass man in München gegen Schweinswürstl vorgeht.“

Wohnungsnot: „Wir bekommen viele neue Arbeitsplätze, aber keine neuen Wohnungen. Die Leute können gern bei uns arbeiten, aber wohnen können sie hier leider nicht.“

US-Präsident Donald Trump: „Die Aufregung um Trump ist übertrieben. Es gibt amtierende Diktatoren, mit denen wir gute Beziehungen pflegen. Für dieses Problem dürfen wir nicht blind werden vor lauter blonden Perücken.“

Judith Issig

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