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Christian Ude will Ministerpräsident werden

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Münchens Oberbürgermeister Christian Ude will Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten werden © dpa

München - Münchens Oberbürgermeister Christian Ude will Spitzenkandidat für das Amt des Ministerpräsidenten werden - „wenn nicht noch eine Bombe platzt“. Es gebe da nur noch einen Knackpunkt:

Eine Kandidatur des Münchner OB Christian Ude für das Amt des Ministerpräsidenten wird immer wahrscheinlicher. Unserer Zeitung sagte Ude am Montag: „Wenn nicht irgendwo noch eine Bombe platzt, läuft alles zielstrebig in eine Richtung.“ Sein Entschluss, sich zur Kandidatur bereit zu erklären, stehe fast fest – „mit Betonung auf fast“. Knackpunkt könne noch die dritte Startbahn werden.

Ude sagte, er führe derzeit viele Gespräche, um die Stimmung in der SPD zu sondieren. Die Reaktionen zu seiner möglichen Kandidatur seien ausnahmslos zustimmend – das spiele bei seinem Entschluss eine „positive Rolle“. Auch Ehefrau Edith von Welser-Ude scheint den OB nicht abzuhalten. Ihre Zustimmung habe er zwar noch nicht, so der OB, aber: „Der Widerstand bröckelt.“

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Indes betonte Ude, dass die Entscheidung für eine Kandidatur noch nicht endgültig gefallen ist. Sie sei an Bedingungen geknüpft. Unter anderem wolle er auch als Spitzenkandidat weiter die dritte Startbahn befürworten. „Ich werde keine Persönlichkeitsspaltung vollziehen.“ Dies könne zum Problem werden – die Landes-SPD hatte sich auf einem Parteitag gegen die Startbahn gestellt. Münchens SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann schlägt nun vor, die Frage auf einem Sonderparteitag zu klären.

Auch mit den Grünen als möglichem Koalitionspartner könnte es Probleme geben. Zwar sprach sich deren Landtags-Fraktionschefin Margarete Bause deutlich für eine Kandidatur Udes aus. Der Grünen-Landeschef Dieter Janecek jedoch schrieb auf Facebook, eine Unterstützung der Projekte Startbahn und zweiter S-Bahn-Tunnel werde es „mit Grün nicht geben“. Ude entgegnete, eine mögliche Koalition mit den Grünen müsse „handlungsfähig“ sein. Es könne nicht sein, dass die Grünen per Veto alle Großprojekte verhindern.

Ude stellte zudem klar, dass er nicht als Oppositionsführer zur Verfügung stünde, sollte die SPD bei der Wahl 2013 unterliegen. Diese Rolle wolle er einem jüngeren Hoffnungsträger überlassen, der bei der nächsten Wahl 2018 kandidieren könne. Auch Minister einer schwarz-roten Koalition wolle er nicht werden.

jop

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