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Plätzchen, Glühwein und festliche Musik gibt es ab Freitag wieder auf dem Christkindlmarkt am Marienplatz. 

Drei Millionen Besucher erwartet

Christkindlmärkte in München: So steht‘s um die Sicherheit

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München - Auch ohne winterliches Wetter hat die Christkindlmarktsaison begonnen. Im vergangenen Jahr – wenige Wochen nach den Terroranschlägen in Paris – waren die Sicherheitsmaßnahmen auf den Märkten bayernweit verstärkt worden.

„München ist sicher und wir haben einen sicheren Christkindlmarkt.“ Das betonte Bürgermeister Josef Schmid (CSU), der als Wirtschaftsreferent Herr über den Markt ist, am Mittwoch. Ab Freitagabend gibt es wieder Glühwein, Bratwurst, Musik und Handwerkskunst in der Innenstadt. Die Stadt hat das Sicherheitskonzept für den Christkindlmarkt in Zusammenarbeit mit der Polizei weiterentwickelt. Über die erhöhte abstrakte Gefährdung hinaus gibt es demzufolge keine Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohungslage. Schmid: „Wenn es erforderlich gewesen wäre, hätten wir andere Maßnahmen ergriffen.“

Wie bereits beim Christkindlmarkt 2015 und der Wiesn 2016 ist die Polizei heuer mit mehr Kräften im Einsatz. Die zuständige Inspektion 11 ist laut Polizeisprecher Sven Müller permanent mit eigenen uniformierten und zivilen Kräften auf dem Christkindlmarkt unterwegs. Dabei werde sie von Kräften der Bereitschaftspolizei und der Einsatzhundertschaft unterstützt. Wie letztes Jahr hat die Stadt einen Sicherheitsdienst beauftragt, der zusätzlich auf dem Areal unterwegs ist. „Bei Verdachtsmomenten“, so Müller, würden die Einsatzkräfte auch Taschen- und Personenkontrollen durchführen.

Seit einigen Jahren werden während des Christkindlmarktes Videokameras in der Fußgängerzone und am Marienplatz angebracht. Die Anzahl wurde immer wieder etwas erhöht, mittlerweile sind es 14. Die Polizei beobachtet in Echtzeit, was rund um die Standl los ist. So können die Einsatzkräfte bei Bedarf schnell reagieren.

Eine Übersicht über alle Christkindl- und Weihnachtsmärkte in München finden Sie hier.

Die einzige sicherheitstechnische Neuerung auf dem Markt ist, dass es eine Beschallungsanlage gibt. Per Lautsprecher können alle Besucher informiert werden. Die Anlage ist laut Schmid in erster Linie etwa für das Durchsagen von Unwetterwarnungen gedacht oder für den Fall, dass ein Kind verloren gegangen ist.

Bereits gestern eröffnete das Tollwood-Festival. Schon im vorigen Jahr waren mehr Polizeibeamte und private Sicherheitsleute auf dem Gelände unterwegs. Heuer wurde der private Sicherheitsdienst weiter aufgestockt. An allen vier Haupteingängen sind wie berichtet Sicherheitskräfte positioniert. Sie werden auch stichprobenartige Taschenkontrollen durchführen.

Münchens zweiter Bürgermeister erwartet einen regen Besucherandrang in der Innenstadt. Denn: „Dass die Wiesn so super gelaufen ist, hat die Leute darin bestärkt, wieder nach München zu kommen.“ Nach Schätzungen der Stadt besuchen jedes Jahr etwa drei Millionen Menschen den Christkindlmarkt im Herzen Münchens.

55 Prozent der Gäste, so das Resultat einer Befragung von 1000 Besuchern, kamen im vergangenen Jahr aus München und Umgebung. 23 Prozent waren aus dem Rest Bayerns und Deutschland – und 21 Prozent aus dem Ausland, vor allem Großbritannien, Österreich und der Schweiz. Laut Schmid hat der Christkindlmarkt einen Wirtschaftswert von rund 260 Millionen Euro. Auf dem Markt wird ein Umsatz von 54 Millionen Euro gemacht. 58 Prozent der Gäste essen und trinken dort, im Schnitt für 26 Euro. Der Rest des Gesamtumsatzes entfällt auf Übernachtungen und sonstige Ausgaben in der Stadt.

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