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Seit 1925 gibt’s den berühmten Ball.

Schulden vom Vorjahr

Chrysanthemenball droht die Insolvenz

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Seit 1925 ist der ehrwürdige Chrysanthemenball ein fester Bestandteil der Münchner Gesellschaft. Doch damit könnte es nun vorbei sein, denn der Wohltätigkeitsveranstaltung droht das Aus.

München - Für den ehrwürdigen Chrysanthemenball gilt: Schwarz-Weiß ist Pflicht. Derzeit allerdings sieht’s ziemlich düster aus – denn der älteste Münchner Wohltätigkeitsball, gegründet 1925, steht offenbar vor der Insolvenz! Am Mittwoch sollen die Mitglieder des Vereins beraten, wie es weitergeht.

Dabei laufen die Vorbereitungen für die Festivitäten am 2. Februar im Bayerischen Hof schon auf Hochtouren – doch die Kosten für die vergangene Saison sind immer noch nicht getilgt. Wir fragen nach beim ersten Vorsitzenden der Freunde des Chrysanthemenballs e.V., Baron von Fraunberg (46). Er gibt leichte Entwarnung: „Wir sind sehr guten Mutes, die Insolvenz abzuwenden. Die Schulden belaufen sich auf einen Minimalbetrag von 5000 Euro, 15 000 Euro haben wir durch Sponsoren mittlerweile wieder reingeholt.“

Dass München keine arme Stadt ist und eigentlich genügend Sponsoren vorhanden sein müssten, die die Tradition pflegen, ist klar. Doch, so der Präsident: „In der Vergangenheit sind Fehler gemacht worden. Wir werden in Zukunft Fundraising betreiben, wir bauen gerade einen neuen Internet-Auftritt auf – die jungen Leute wurden viel zu wenig angesprochen, es wurde zu wenig Werbung gemacht.“

Das ehrenamtliche Vereinsteam hat sich vor zwei Monaten neu aufgestellt und wurde verjüngt. Passend zur Veranstaltung, schließlich geben hier die jungen Leute ihr gesellschaftliches Debüt – und die Einnahmen dienen wie eh und je der Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder. Nun gilt es, Sponsoren zu finden, die sowohl die Ballkultur pflegen als auch soziales Engagement für Kinder zeigen. Morgen um 19 Uhr beginnt die Mitgliederversammlung in der Karl-Theodor-Straße 19. 

m.b.

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