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Elefant bricht aus Zirkus aus und spaziert durch die Stadt

Circus-Krone-Elefant ausgebüxt

Circus-Krone-Elefant büxt aus: Das sagt die Polizei zu Kenias Spaziergang

„Sie hat sich wohl plötzlich in einem unbeobachteten Moment durch die Hecke aus dem Staub gemacht“, sagt Circus-Krone-Chefin Jana Lacey-Krone zum Ausflug von Elefantendame Kenia in Neuwied. Auch die Polizei nimmt Stellung.

Neuwied/München - Ganz gemütlich trottet Elefantendame Kenia (36) an den Vorgärten vorbei. Eine Haustür öffnet sich, ein Ehepaar wirft einen erstaunten Blick auf den Dickhäuter. Kenia kümmert das wenig. Seelenruhig stampft das Tier weiter die Wohnstraße im rheinland-pfälzischen Neuwied entlang. Sie ist ja extra aus dem Gehege des Circus Krone ausgebüxt, um sich ein bisserl umzuschauen. Eine echte Elefantentour!

Seit Donnerstag kursieren Videos im Internet, die den spektakulären Ausflug zeigen. Was war passiert? Nach der Mittwochs-Show des Münchner Circus Krone in der 65.000-Einwohner Stadt nahe Koblenz wird Kenia ins Außengehege gebracht. Dort gibt es eine Dusche für die Tiere, die schwergewichtige Dame soll nach ihrem Auftritt gewaschen werden. Wie immer. Doch Kenia hat andere Pläne: „Sie hat sich wohl plötzlich in einem unbeobachteten Moment durch die Hecke aus dem Staub gemacht“, erklärt Chefin Jana Lacey-Krone gegenüber der tz. Sofort machen sich die Pfleger auf die Suche nach dem Dickhäuter. Gefahr bestand aber zu keiner Zeit, versichert die Circus-Chefin: „Kenia ist seit über 30 Jahren bei uns. Sie ist an Menschen gewöhnt und absolut brav“, sagt Jana Lacey-Krone. Damit, dass sich das Tier einfach durch die dicke Hecke windet, habe man nicht gerechnet. Dafür entschuldige man sich.

Polizei: „Kurzer und friedlicher Ausflug“

Auch die örtliche Polizei spricht von einem „kurzen und friedlichen Ausflug“. Hektisch wirkte das Tier nicht – ein Zirkusmitarbeiter habe Kenia auch relativ mühelos wieder einfangen können (siehe Foto rechts). Und: „Verletzt wurde niemand.“ Dabei hatten einige verblüffte Passanten den gebührenden Sicherheitsabstand zu dem wuchtigen Tier nicht eingehalten und sich ihm bis auf kurze Distanz genähert, wie es auch auf dem Video zu sehen ist.

Dass Tiere aus ihrem Zirkus ausbrechen, kommt häufiger vor. Im März büxten zum Beispiel zwei Zebras in Ludwigshafen aus. In Aldenhoven (Nordrhein-Westfalen) beschäftigten im Dezember 2017 drei ausgebrochene Kamele die Polizei. Sie hatten es sich in einem Wohngebiet bequem gemacht. Doch nicht immer gehen ungeplante Begegnungen mit Zirkustieren gut aus. 2015 tötete eine ausgerissene Elefantenkuh in Buchen einen 65 Jahre alten Spaziergänger.

age

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