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Clown in fünfter Generation: Alexis Tonito.

Wegen Horror-Clowns

Circus Krone legt Anti-Clown-Angst-Kurse auf

München - Schon einmal musste der Zirkus Imagearbeit leisten, schuld war Stephen King – Der Verband ist in Sorge um die Klinik-Clowns.

Wegen der Umtriebe von Horror-Clowns legt der Münchner Circus Krone Anti-Angst-Kurse auf. Diese habe es schon einmal gegeben, als Clowns zum Symbol für Schreckliches wurden, sagte Zirkussprecherin Susanne Matzenau gestern. Autor Stephen King habe schon vor 30 Jahren mit seinem Roman „Es“ zum Imageschaden der Grinsegesichter mit roter Nase beigetragen. Der Zirkus veranstaltete damals die speziellen Seminare für Coulrophobiker, wie Menschen mit Angst vor Clowns heißen. „Wir haben den Teilnehmern den Clown-Darsteller ungeschminkt gezeigt und ihn vor ihren Augen verwandelt“, berichtet Matzenau.

Mittlerweile warnen auch Experten vor den körperlichen und seelischen Folgen der Clown-Attacken.

„Wir sind keine Horror-Clowns und protestieren ganz energisch gegen die Verunglimpfung des schönsten Berufs der Welt“, schrieben die drei Clowns des Circus Krone am Montag in einer Mitteilung. Clowns sollten den Menschen keine Angst, sondern die Welt „mit Lachen zu einem besseren Ort machen“. In der Manege des Circus Krone treten Gianni Huesca alias Super-Clown Fumagalli, Daris Huesca und Alexis Tonito als Weißclown auf. In seiner Rolle protestiert Tonito gegen die Horror-Versionen: „Ich bin in fünfter Generation Clown. Mein Urururopa würde sich im Grab umdrehen, wenn er davon hören würde“, sagte er.

Klinik-Clowns bemühen sich um Abgrenzung

Auch der Dachverband „Clowns in Medizin und Pflege Deutschland“, der mit den sogenannten Klinik-Clowns Freude zu kranken Kindern bringt, sieht seine Arbeit verunglimpft und in Gefahr. In einer Mitteilung war er um Abgrenzung bemüht. „Grusel-Clowns sind keine Clowns. Es sind wirre Menschen, die ihre destruktiven Neigungen nur auf diese armselige Art ausleben wollen. Sie sind weder komisch noch beeindruckend.“ Clowns und insbesondere die Klinik-Clowns stellten das genaue Gegenteil dar „zu solchen bedauernswerten Feiglingen, die sich hinter einer Maske verstecken“. Der Dachverband schlug vor, die Horror-Clowns eher als „Grinse-Fratze“ zu bezeichnen, um nicht den Beruf des Clowns in Verruf zu bringen.

Die Klinik-Clowns sind auch in München sehr aktiv. Sie gehen zu kranken Menschen, vor allem Kindern, in die Krankenhäuser, um etwas Freude in den Klinikalltag zu bringen, Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die Lebens-qualität zu steigern. Die rote Nase sei ein freundlicher Hinweis auf den eingeräumten Freiraum der Komik. „Klinik-Clowns wollen den Tag erhellen und sind positive Figuren“, so der Dachverband.

mm

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