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Seltene Begegnung: Landtagspräsidentin Barbara Stamm darf Benjamin streicheln, der in den Armen von Dompteur Martin Lacey ein wenig skeptisch schaut. Clown Tonito hat die Ordner mit den Unterschriften mitgebracht.

Verzicht auf Verbot gefordert

Circus Krone übergibt Petition für Wildtiere in der Manege

Mit einer Petition an den bayerischen Landtag hat der Circus Krone seiner Forderung nach einem Verzicht auf ein Wildtierverbot in der Manege Nachdruck verliehen.

München - Eine Delegation des Zirkus mit Dompteur Martin Lacey jr und Clown Tonito übergaben am Mittwoch mehr als 50 000 Unterschriften an Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Die Petition soll nach der Sommerpause im Umweltausschuss des Landtags behandelt werden.

Lacey warb bei dem Auftritt im Landtag mit einem vier Wochen alten Löwenbaby für das Anliegen. Benjamin, so der vorläufige Name des kleinen Löwen, sei in einer Kuscheldecke im Landtag dabei gewesen, sagte Zirkus-Sprecherin Susanne Matzenau.

Der Dompteur hatte zu Weihnachten 2016 eine Online-Petition gegen kommunale Wildtierverbote im Freistaat gestartet. Zwar hätten in Bayern einige Städte Tierhaltungsverboten eine Absage erteilt, heißt es in einer Mitteilung. Die Debatten gingen aber weiter. „Unserer Überzeugung nach sind diese Verbote nicht rechtmäßig und berauben die Menschen in Bayern eines Stückes Kultur.“ Auch der Städtetag solle sich gegen Tierhaltungsverbote im Zirkus positionieren.

Tierschützer kritisieren immer wieder, Wildtiere würden im Zirkus nicht artgerecht gehalten. Einige Kommunen auch jenseits Bayerns hätten ein Wildtierverbot erlassen oder dächten darüber nach, sagte Matzenau. In einigen Fällen habe der Circus Krone geklagt und vor Gericht Recht bekommen. Er ist gerade auf Tournee und reist nach Stationen in Bayern im August in die ostdeutschen Bundesländer.

dpa

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