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„Verflixt! Da war schon einer vor mir hier!“: Die Figur „Nick“ von Hansrudi Wäscher.

Comic-Festival in München: Die wichtigsten Fakten

München - Unter der Leitung von Gerhard Schlegel hat sich das Münchner Comic-Festival zum zweitwichtigsten in Deutschland gemausert. Am Donnerstag startet die 19. Ausgabe.

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Gotham City an der Isar

Die deutsche Comic-Szene ist so klein, dass Schlegel mit einem ganz simplen Wunsch antritt: „Wir haben das Ziel, den Münchnern das Medium Comics näherzubringen, das in Deutschland leider viel zu wenig gewürdigt wird.“ Und so könnte Schlegels Festival ohne die knapp 70 000 Euro, die das Kulturreferat erneut beigesteuert hat, gar nicht stattfinden. Wie wichtig es mittlerweile für die Comic-Familie ist, zeigt sich schon daran, dass heuer erstmals alle wichtigen Verlage im Alten Rathaus am Marienplatz vertreten sind, um den Fans ihre neuen Bände zu präsentieren. Angekündigt haben sich rund 120 Zeichner, darunter 15 aus dem Ausland. Neben der Verlagsmesse dürften vor allem die insgesamt 13 Ausstellungen Besucher anziehen.

Donald Duck wird 75

Donald Duck feiert heute seinen 75. Geburtstag. Und vielleicht ist er deshalb so alt geworden, weil er schon „immer so ein Antiheld gewesen ist“ sagt Schlegel – einer der nicht wie Asterix gegen alle anderen kämpft, sondern gegen sich selbst. Eine Ausstellung in den Kunstarkaden (Sparkassenstraße 3) zeigt die Entwicklung der Trickfilmfigur. Zu sehen gibt es Originale von 20 bedeutenden Entenzeichnern.

Hansrudi Wäscher

Hansrudi Wäscher, Jahrgang 1928, war in den 1950er Jahren ein Pionier des deutschen Comics. Mit einem humoristischen Sonderband und einer Ausstellung in den Kunstarkaden erinnern 42 namhafte Künstler an sein Werk.

Olaf Gulbransson

Der norwegische Maler und Karikaturist Olaf Gulbransson (1873-1958) hat sich als „Simplicissimus“-Zeichner einen Namen gemacht. Das Valentin-Karlstadt-Musäum, Tal 50, zeigt erstmals 50 Originalzeichnungen aus Familienbesitz – bis zum 11. August.

Weitere Ausstellungen

Festivalleiter Gerhard Schlegel sagt, er wolle mit einem „total weiten Spektrum alle Interessen bedienen“. Darum hat er unter dem Dach des Festivals Ausstellungen über die „Simpsons“ (Kunstarkaden), „Perry Rhodan“, „Hector Umbra“ sowie über die Mangas „Keyla“ der Münchner Künstlerin Nicole Klementz (im Alten Rathaussaal) zusammengeführt.

Comicbörse

Am Samstag, 13. Juni, 10 bis 18 Uhr, findet in der Schrannenhalle zudem eine große Comicbörse statt. Eintritt frei.

(tba)

Das 19. Comic-Festival läuft vom Donnerstag, 11., bis zum Sonntag, 14. Juni, jeweils von 10 bis 19 Uhr, sonntags bis 17 Uhr. Das Festival-Ticket kostet 10 Euro, die Tageskarte 5 Euro. Weitere Infos gibt unter www.comicfestival.de.

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