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3000 Teilnehmer bei unerlaubter Corona-Demo in München: Sie waren zum Teil mit Messern bewaffnet

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Von: Tanja Kipke

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Am Marienplatz hat die Polizei eine Gruppe von Personen festgesetzt.
Am Marienplatz hat die Polizei eine Gruppe von Personen festgesetzt. © NEWS5 / Merzbach

Wieder sind zahlreiche Personen in der Münchner Innenstadt unterwegs, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren - und das, obwohl es die Stadt verboten hat.

Update vom 6. Januar, 12.01 Uhr: Bei Protesten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen am Mittwochabend in München haben nach Polizeiangaben mehrere Demonstranten Messer dabei gehabt. Das sagte ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums am Donnerstag. Ein 44 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Unterallgäu befand sich demnach am Donnerstag noch in Haft. Ihm werden tätliche Übergriffe auf Polizisten und Körperverletzung vorgeworfen. Zwei weitere festgenommene Männer aus Erding und München waren am Tag danach wieder auf freiem Fuß.

In der Münchner Innenstadt hatten rund 3000 Menschen am Mittwochabend gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Zwei Polizisten und drei Protestierende wurden dabei verletzt. Rund 1200 Menschen wurden angezeigt.

Update vom 5. Januar, 22.13 Uhr: Schätzungsweise waren am Mittwochabend etwa 3000 Menschen in der Innenstadt unterwegs, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, wie ein Polizeisprecher gegenüber der dpa erklärte. Diese hätten immer wieder versucht, sich in Gruppen zu formieren. Dagegen sind die Beamten vehement vorgegangen (siehe voriges Update). Die Lage am Abend sei aber insgesamt weitgehend friedlich gewesen. 

Am Marienplatz hat die Polizei jedoch von zahlreichen Personen die Personalien aufgenommen, da sie der Aufforderung nicht nachkamen, sich aufzulösen. Diese erwarten Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung. Eine Zahl konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.

Erstmeldung vom 5. Januar, 20 Uhr: München - Täglich grüßt das Murmeltier. Wie bereits in den vergangenen Wochen haben sich auch am heutigen Mittwoch wieder zahlreiche Menschen in der Münchner Innenstadt versammelt, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren. Wie bisher jedes Mal hatten die Veranstalter ihren geplanten Demozug abgesagt. Dennoch sind wieder Personengruppen in der Stadt anzutreffen. Vor zwei Wochen eskalierte ein Protestzug im Univiertel, in der letzten Woche hatte die Polizei das Geschehen weitgehend unter Kontrolle. Erneut sind Tausende Polizisten im Einsatz und auch ein Hubschrauber unterstützt die Beamten aus der Luft.

Corona-Demo in München: Polizei setzt Personengruppe am Marienplatz fest

Vor der geplanten Veranstaltung verwies die Polizei via Twitter nochmals auf die Allgemeinverfügung der Stadt, die sogenannte „Corona-Spaziergänge“ untersagt. Diesmal sind die größten Ansammlungen offenbar am Marienplatz und Stachus vorzufinden. Mehrere Personengruppen hätten sich dort zusammengefunden, teilt die Polizei am Mittwochabend mit. „Wir sind mit Kräften vor Ort“.

Die Polizei sperrte nach Angaben eines Sprechers zwischenzeitlich den Übergang vom Marienplatz zur Kaufingerstraße ab. Mehrere Gruppen von Protestierern hätten gemeinsam vom Marienplatz durch die Fußgängerzone zum Karlsplatz/Stachus laufen wollen. Das habe mittels der Kette aus Polizeibeamten verhindert werden sollen. Eine Schätzung zur Teilnehmerzahl konnte die Polizei nicht abgeben. Es seien auch zahlreiche Passanten unterwegs, die zum Einkaufen gingen oder auf dem Nachhauseweg von der Arbeit seien, sagte der Sprecher. 

Nach Angaben der SZ waren aus der Menge einzelne wie „keine Diktatur“ und „Widerstand“ zu hören. Die Polizei habe alle anwesenden Personen der unangemeldeten Versammlung über die aktuell geltende Allgemeinverfügung informiert, informierte sie via Twitter. Man beginne nun mit der Feststellung der Personalien. Auf die Personen, die sich nach Aufforderung der Beamten nicht entfernt habe, kommt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu. (tkip)

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