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Oktoberfest 2022 vor historischer Verschiebung? Polizei reagiert mit Unverständnis auf konkreten Plan

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Das Münchner Oktoberfest soll vorverlegt werden.
Das Münchner Oktoberfest soll vorverlegt werden. © Tobias Hase/dpa/Archivbild

Corona hat München, Bayern und Deutschland fest im Griff. Doch was ist mit dem Oktoberfest in diesem Jahr? Historische Verschiebungs-Pläne stoßen bei der Polizei auf Unverständnis.

Update, 6. Januar, 10.02 Uhr: Eine mögliche Vorverlegung des Oktoberfests in den Sommer ist bei der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern auf Unverständnis gestoßen. Im Juli sei kein anderes Großereignis in Bayern geplant, teilte der Landesvorsitzende der DPolG, Jürgen Köhnlein, am Donnerstag mit. „Es wäre aber auch die einzige Phase, in der rund 30.000 Polizistinnen und Polizisten im Freistaat dann am besten gleichzeitig ihren Resturlaub aus 2021, massenweise Überstunden aus den diesjährigen Einsätzen und ihren Jahresurlaub 2022 einbringen könnten.“ Die Stadt München prüft derzeit eine Vorverlegung des Oktoberfests, um eine erneute Absage wegen der Pandemie zu verhindern (siehe ursprünglichen Artikel weiter unten).

Ursprünglicher Artikel, 4. Januar, 16.11 Uhr: München - Die Fallzahlen steigen, Omikron ist das beherrschende Thema. An Massenveranstaltungen ist derzeit nicht zu denken, auch in absehbarer Zeit scheinen große Menschenaufkommen unmöglich. Doch schon jetzt beginnen die Debatten rund um das Oktoberfest 2022. Eine Absage wäre die mittlerweile dritte in Folge. Eine völlig neue, und damit historische Neuerung, die die Wiesn sichern soll, kommt jetzt ins Gespräch - und scheint nicht gänzlich ausgeschlossen zu werden.

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Corona: Oktoberfest wieder vor Absage? Aiwanger hält neuartige Option für denkbar

Die Stadt München prüft eine Vorverlegung des Oktoberfests, um eine erneute Absage wegen der Pandemie zu verhindern. Der Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner sagte am Dienstag, ein Arbeitskreis der Stadtratsfraktionen komme in der kommenden Woche zusammen, um die Argumente auszuloten. Er werde dann eine Empfehlung vorlegen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagte der Bild, im Sommer sei die Corona-Lage deutlich entspannter.

München: Oktoberfest vor historischer Neuerung? Corona bringt Option ins Spiel

„Es ist deshalb ernsthaft zu überlegen, Feste mit größeren Menschenansammlungen mehr in den Sommer zu verlegen.“ Wiesn-Chef Baumgärtner sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Für mich persönlich ist ein Oktoberfest im Juli kaum denkbar. Und im August sind in Bayern die Sommerferien.“ Brauereien, Wirte, Schausteller und die Polizei müssten dann ganz neu disponieren. Der Sprecher der Wiesn-Wirte, Peter Inselkammer, würde ein Oktoberfest zum eigentlich geplanten Termin vom 17. September bis 3. Oktober bevorzugen, mit Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Corona: Oktoberfest in München vor historischer Veränderung? Entscheidung soll im Mai gefällt werden

„Schon von der Tradition her - es heißt ja Oktoberfest“, sagte er der dpa. Aber wenn wegen der Pandemie ein früherer Termin sinnvoll wäre, könne man darüber diskutieren. Der Aufbau der Zelte beginnt normalerweise Mitte Juli. „Es reicht, wenn die Entscheidung im Mai fällt“, sagte der Wirtesprecher. Aber eine Entscheidung sechs Wochen vorher reiche nicht. Über den Termin entscheiden letztlich Oberbürgermeister Dieter Reiter und Ministerpräsident Markus Söder. Der Freistaat legt in der Infektionsschutzverordnung fest, ob Volksfeste stattfinden dürfen.

2020 und 2021 wurden sie im Mai abgesagt. Zuvor brachte das größte Volksfest der Welt mit sechs Millionen Besuchern der Wirtschaft jährlich 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Allein für Übernachtungen gaben die Gäste gut eine halbe Milliarde Euro aus. Fast eine halbe Milliarde blieb in den Festzelten und Fahrgeschäften. Ob eine sichere Wiesn mit 2G-Regeln im September 2022 stattfinden kann, „muss man im April oder Mai neu bewerten“, sagte Baumgärtner. Reiter sagte der Abendzeitung: „Wenn die Wiesn stattfindet, dann wird es keine Vereinzelung oder Abstände in den Zelten geben, insofern kann auf jeden Fall Oktoberfest-Feeling aufkommen.“ 

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