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Video aus Pathologie aufgetaucht: LMU-Mitarbeiterin verbreitet krude Corona-Thesen - und wird gefeuert

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Von: Lukas Schierlinger

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LMU Klinikum München
Das LMU Klinikum hat sich ausdrücklich von den Aussagen einer Pathologie-Mitarbeiterin distanziert. © imageBROKER/Manfred Bail via www.imago-images.de

Ein Video aus München schlägt aktuell hohe Wellen. Darin hetzt eine LMU-Mitarbeiterin gegen angebliche Corona-Maßnahmen „eines Ministeriums“.

München - „Ein Druck, ein Zwang, eine Volksverhetzung, eine Diskriminierung“: Mit deutlichen Worten klagt eine Mitarbeiterin des LMU Klinikums über eine vermeintliche Corona-Verordnung der bayerischen Staatsregierung. Das Video ihrer knapp fünfminütigen Tirade aus München verbreitet sich auf Instagram und hat Folgen. „Eine fristlose Kündigung wird auf den Weg gebracht“, informiert die LMU via Twitter.

Corona-Wut: LMU-Mitarbeiterin hetzt in Video gegen vermeintliche PCR-Maßnahme

In ihrem Instagram-Clip nutzt die Mitarbeiterin der Pathologie eine „Sonderregelung eines Ministeriums“ als Aufhänger. Demnach müssten ungeimpfte Mitarbeiter von Krankenhäusern und Universitäten künftig einen PCR-Test vorweisen - auf eigene Kosten. Auf welche Verordnung sie sich bezieht, bleibt allerdings unklar. Auf jeden Fall sei sie „heftig angepisst“, erfahren die Zuhörer.

„Wir haben den Notstand in Deutschland nicht wegen Corona, sondern wegen des Fachkräftemangels“, erklärt die Frau in ihrem Video-Beitrag. Es werde infolge der anfangs angesprochenen „Verordnung“ zu einer Kündigungswelle von ungeimpften Klinikmitarbeitern kommen, so ihre Prognose.

„LMU hat mit größtem Befremden von Video erfahren“

Dass die LMU-Mitarbeiterin ihre Thesen aus dem Leichenkühlhaus verbreitet, schockiert viele Instagram-Nutzer - wenngleich sich unter dem Beitrag auch zustimmende Einordnungen finden. In der Querdenker-Szene wird der Clip fleißig geteilt, die Universität verurteilt ihn aufs Schärfste.

„Die LMU hat mit größtem Befremden von dem von einer Mitarbeiterin des Pathologischen Instituts der Medizinischen Fakultät online gestellten Video erfahren. Die LMU distanziert sich aufs Schärfste vom Inhalt des Videos“, ist einer Stellungnahme von Mittwochabend (1. Dezember) zu entnehmen.

München: LMU feuert Mitarbeiterin wegen Corona-Video - „Kommt auf Rücksicht aller an“

Gegen die betreffende Mitarbeiterin sei bereits ein Hausverbot ausgesprochen worden und man habe sie mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden. Eine fristlose Kündigung werde die Folge sein. „In der derzeitigen Lage kommt es auf die Umsicht und Rücksicht aller an, um kranken Menschen bestmöglich zu helfen und das stark belastete Personal im Gesundheitswesen zu unterstützen. Die Verbreitung von solchen Videos trägt dazu sicherlich nicht bei“, schließt die LMU ihr Statement. (lks)

Ein Überblick über die tatsächlichen Corona-Regeln in Bayern - und die Söder-Pläne nach der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz.

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