Endlich wieder möglich: Fitnessstudios bitten ihre Kund(inn)en zurück in die Muckibude.
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Endlich wieder möglich: Fitnessstudios bitten ihre Kund(inn)en zurück in die Muckibude.

Aber es gelten zahlreiche Einschränkungen

Corona-Krise: Fitnessstudios wieder offen - Betreiber von Kunden „berührt“

  • vonKathrin Braun
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Auch in Bayern öffnen die Fitnessstudios wieder ihre Pforten. Wie es in den Einrichtungen zugeht, verrät eine Betreiberin. Immerhin müssen zahlreiche Einschränkungen beachtet werden.

München - Lange mussten Sportler auf die Eröffnung der Fitnessstudios warten, in Bayern sogar am längsten. Einen Vorteil hat das ja: Maskenpflicht*, Mindestabstand* - daran dürften sich mittlerweile alle gewöhnt haben. Und so konnten sich Fitness-Fans auch in München am Montag wieder auf das Wesentliche konzentrieren: sporteln und schwitzen.

„Es waren jetzt fast drei Monate“, sagt Jasmin Kirstein, Chefin von „My Sportlady“, einem Fitnessstudio für Frauen. „Das war hart. Aber jetzt schauen wir nach vorne!“ Neun Quadratmeter muss von nun an jedes Mitglied zum Trainieren für sich haben. Für den Mindestabstand mussten einige Geräte gesperrt werden. 

Findet die Hygieneregeln nicht einschränkend: Inge Kracht hat die Atmosphäre im Fitnessstudio gefehlt.

Fitnessstudios öffnen wieder: Duschen und Umkleiden geschlossen - Kurse nur noch eine Stunde lang

Im ganzen Studio herrscht Maskenpflicht - außer beim Training selbst. Duschen und Umkleiden bleiben geschlossen, Kurse dürfen nur noch 60 Minuten lang dauern - „warum, wissen wir nicht“, sagt Kirstein. „Manche Maßnahmen finden wir ein bisschen unsinnig. Unsere Mitglieder können nicht einmal mehr ihre Wertsachen einschließen. Aber gut, wir befolgen die Regeln natürlich.“

Inge Kracht, 67, fühlt sich durch die neuen Maßnahmen nicht eingeschränkt - im Gegenteil: „Es hat was von Normalität, endlich wieder hier zu sein“, sagt sie. Sie habe in den vergangenen Wochen immer wieder zu Hause trainiert, aber das sei nicht das Gleiche - „die Atmosphäre hier hat mir einfach gefehlt.“

Stephanie Manderscheid wird von Trainern motiviert.

Fitnessstudios öffnen wieder: Motivation durch Trainer hilft vielen Frauen

Ähnlich erging es auch Stephanie Manderscheid, 32. Sie habe immer wieder online nachgeschaut, wann sie wieder ihre Kurse belegen kann, erzählt sie. „Bei den Cardio-Kursen komme ich richtig ins Schwitzen.“ Wichtig ist ihr vor allem die Motivation durch die Trainer. Die Betreuung ist auch für Anne K., 34, besonders wichtig - denn die Münchnerin ist im siebten Monat schwanger. „Am liebsten mache ich Yoga-Kurse“, sagt sie. „Daheim habe ich mich auch ein bisschen ausprobiert - aber es ist besser, wenn jemand aufpasst.“

Jasmin Kirstein hat sich erst Sorgen gemacht, wie sie ihre Mitglieder zurückgewinnen kann. „Wir haben Videos verschickt, wie es jetzt bei uns aussieht - damit unsere Kundinnen keine Angst haben, sich anzustecken.“ Diese Sorge verflog aber schnell - denn die meisten hätten es kaum erwarten können, wieder ins Studio zu kommen, sagt sie. „Es hat uns berührt, wie wichtig wir unseren Mitgliedern sind.“

Braucht als Schwangere Betreuung: Anne K.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Kathrin Braun

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