Weiter Weg beim Umsteigen: Die Gleishalle ist derzeit die einzige Möglichkeit, den Hauptbahnhof zu durchqueren. rk

CSU-Pläne für den Hauptbahnhof: Umsteigen soll bequemer werden

München - Stadträte fordern Gleisquerung am Münchner Hauptbahnhof.

Wer aus Salzburg am Münchner Hauptbahnhof ankommt und beispielsweise auf Gleis 24 weiter nach Regensburg fährt, muss weit gehen für seinen Umstieg: Den gesamten Bahnsteig runter bis zur Gleishalle, dann die Halle durchqueren - und an Gleis 24 entlang wieder zurück, bis er seinen Waggon erreicht hat: Eine Gleisquerung zwischen dem Holzkirchner Bahnhof und dem Starnberger Flügelbahnhof gibt es nicht.

Das soll sich jetzt ändern: Die CSU-Stadträte Georg Kronawitter und Richard Quaas haben einen Antrag an den Stadtrat gerichtet, demzufolge die Deutsche Bahn prüfen soll, mit welchem Aufwand eine zusätzliche Gleisquerung am westlichen Ende der Gleishalle verwirklicht werden könnte: „Seit zehn Jahren fordern Fahrgastverbände und Bürger einen Quergang. Aber bislang ist nichts passiert“, sagt Kronawitter.

Dabei geht es den Stadträten nicht nur um die Bequemlichkeit schwer bepackter Passagiere: „Die Branddirektion hat bei ihrer Anhörung zur zweiten Stammstrecke einen zusätzlichen Querbahnsteig gefordert, um im Brandfall bessere Fluchtmöglichkeiten zu haben“, sagt Kronawitter. Denn in den vergangenen Jahren habe sich die Verkehrsfläche der Gleishalle immer weiter verkleinert, weil zahlreiche Imbissbuden in die Halle gesetzt worden seien. Kronawitter kann sich zwei Querungen vorstellen: „eine Brücke über die Gleise wie in Hamburg oder einen Tunnel wie in Stuttgart.“ Möglicherweise müssten für einen Tunnel keine großen Baumaßnahmen ergriffen werden: „Eventuell gibt es noch uralte Gepäcktransport-Tunnel zwischen Gleis 10 und 25“, sagte Kronawitter. Noch unklar ist, was die Bahn davon hält: „Momentan können wir dazu nichts sagen“, erklärte eine Sprecherin.

Bettina Stuhlweissenburg

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