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Eine kleine Box kann Großes ermöglichen: Alexander Daxberger und Max Siedersberger vom Baureferat haben die „Mini Box“ entwickelt und dafür die Höchstprämie von 20 500 Euro erhalten.

Daniel Düsentrieb arbeitet bei der Stadtverwaltung

München - Durch ein paar pfiffige Ideen ihrer Mitarbeiter im vergangenen Jahr 453 000 Euro eingespart - und hat ihre Daniel Düsentriebs jetzt mit dicken Geldpreisen belohnt. 20 500 Euro gab es für eine kleine Box.

Die Stadt München muss sparen – doch sollten die Bürger darunter möglichst nicht leiden. Deshalb gibt es seit 1953 die „Ideenbörse“. Unter dem Motto „München – eine Idee besser“ spornt sie städtische Mitarbeiter dazu an, sich über kreative Einsparmöglichkeiten Gedanken zu machen. Am Freitag wurden 50 Mitarbeiter der Stadt für ihre Verbesserungsvorschläge im letzten Jahr ausgezeichnet.

Seit 1953 haben Mitarbeiter über 2300 Vorschläge eingereicht, wovon 44 Prozent prämiert worden sind. Rund 871 000 Euro gab die Kommune in den letzten elf Jahren für diese Belohnungen aus. Die pfiffigen Vorschläge brachten jedoch etwa elf Millionen Euro ein – also fast das Zwölffache. Allein im vergangenen Jahr sparte sich die Landeshauptstadt durch Ideen engagierter Mitarbeiter etwa 453 000 Euro – und das bereits im ersten Jahr nach Umsetzung des Vorschlags.

Lesen Sie hier:

Diese Ideen ihrer Mitarbeiter hat die Stadt jetzt prämiert:

Die schlaue kleine Box, die Hilfe für Pfennigfuchser und den Familienpass für Mitarbeiter.

Personalreferent Thomas Böhle ist stolz auf die Angestellten der Stadt. „Gerade in Zeiten, in denen der Aufgabendruck immer stärker wird, wissen wir dieses Zusatz-Engagement zu schätzen“, lobte er während der Bekanntgabe der Gewinner am Freitag. Auch der Höchstpreis wurde diesmal zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gewährt: 20 500 Euro erhielt ein Duo aus dem Baureferat für seinen Vorschlag, durch den die Stadt im ersten Jahr der Umsetzung etwa 330 000 Euro sparte.

Böhle verwies auf die lange und erfolgreiche Tradition der „Ideenbörse“: „Es gehört zur Unternehmenskultur der Stadt, dass innovationsfreudiges Denken zugelassen, gefördert und belohnt wird.“ Als Belohnung für dieses Denken schüttet die Stadt Geldprämien im Wert von 50 bis 20 500 Euro aus – heuer insgesamt gut 56 000 Euro. Ideen, die zu unmittelbaren Einsparungen führen – etwa im Bereich von Materialkosten und Arbeitszeiten – werden mit hohen Prämien belohnt. Doch auch Vorschläge, die sich nicht sofort auszahlen, sondern zu nachhaltigen Verbesserungen führen – etwa im Bereich Umweltschutz oder Betriebssicherheit – werden prämiert. Sogar gute Vorschläge, die aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden können, bekommen eine Anerkennung: bis zu 200 Euro.

Allein im Jahr 2009 haben städtische Mitarbeiter 242 Verbesserungsvorschläge eingereicht. Etwa vier bis fünf Mal pro Jahr triff sich eine Jury, um sie zu bewerten. Viele städtische Eigenbetriebe starten betriebsinterne Werbekampagnen, um Mitarbeiter dazu aufzurufen, sich Gedanken zu machen – mit Erfolg. „Zündende Ideen heiß begehrt“, heißt zum Beispiel die Kampagne der Abfallwirtschaftsbetriebe, von denen 2009 stolze 47 Vorschläge stammten.

Jacqueline Bühler

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