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Christian „Fonsi“ Springer ist Kabarettist und Syrien-Helfer.

Hilfe ohne Ende

Danke, Christian Springer, für Ihren unermüdlichen Einsatz in Syrien

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München - Wenn Christian Springer (51) die Nachrichten aus der syrischen Stadt Aleppo verfolgt, ist er den Tränen nahe. Die Stadt geht im Bombenhagel unter – und er kann es nicht verhindern. Im Gegenteil: Auch Springers geleistete Hilfe wird zunichte gemacht.

So gingen heuer zwei Feuerwehrauots in Flammen auf, die Springer und seine Freunde vom Verein Orienthelfer nach Syrien gebracht hatten. Doch der Münchner Kabarettist lässt sich nicht unterkriegen. Insgesamt hatte Orinethelfer e.V. zwölf Feuerwehrautos nach Aleppo geliefert. Und es geht weiter, auch jetzt. 

Springer und seine Freunde setzen ihre Bemühungen fort, dank der Spenden, die sie bekommen. So bekamen sie zum Beispiel von der Stadt und Feuerwehr Landshut im August ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug, um es für die Flüchtlingslager im Libanon umzurüsten, in denen Hunderttausende Syrer ausharren. Im November kam ein Lkw der Feuerwehr Dießen hinzu. Springer: „Wir können leider mit den Feuerwehrautos nicht in die belagerten Gebiete. Das ist zu gefährlich, wenn nicht gar unmöglich. Aber die Brandgefahr in den Camps im Libanon ist auch riesig.“ Auch diese Lager werden zuweilen angegriffen. Am 27. Juni 2016 sprengten sich in der kleinen Ortschaft El Qaa nahe der Grenze zu Syrien innerhalb eines einzigen Tages acht Selbstmordattentäter in die Luft. 

Dort leben 30.000 Flüchtlinge. Neun Menschen wurden getötet, 15 weitere verletzt. Springer: „Als zwischen den einzelnen Attentaten Helfer dazukamen, wurden auch sie angegriffen. Dabei wurde ein Rettungswagen zerstört.“ Die Reaktion der Orienthelfer? Neues Engagement! 

Am 10. Oktober übergab der Verein einen neuen Krankenwagen. Und manchmal gelingt es doch, Hilfe direkt nach Syrien zu bringen. In Ost-Ghouta, einem Außenbezirk von Damaskus, sind 200.000 bis 400.000 Menschen von Assad-Truppen eingeschlossen, darunter 4500 Mütter und Babys. Springers Orienthelfer haben Partner gefunden, die Milchpulver und Datteln durch Tunnels in das Gebiet bringen. Springer: „Die Mütter dort sind völlig ausgezehrt. Ärzte kümmern sich vor Ort, damit das Milchpulver nur mit abgekochtem Wasser angerührt wird.“ Springers Resümee nach der Eroberung Aleppos durch Assads Truppen: „Wir trauern um Aleppo, aber da sind noch Millionen, denen wir helfen können.“

Spendenkonto: Stadtsparkasse München. Empfänger: Orienthelfer e.V. IBAN: DE92 7015 0000 0000 5741 11, BIC: SSKMDEMM.

Mehr Informationen lesen Sie auf der Internetseite des Vereins Orienthelfer.

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