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Kleidertauschpartys sind eine Alternative zu Flohmärkten - und außerdem ziemlich lustig. 

Interview

Darum sind Kleidertauschpartys besser als Flohmärkte

Das Konzept: Besucher bringen aussortierte und saubere Kleidung mit und dürfen beliebig viel neue mit nach Hause nehmen. Julia Dade erklärt, warum Kleidertauschpartys eine echte Alternative zum Flohmarkt sind. 

München - Kleider tauschen statt wegwerfen: Die Umweltorganisation Green City lädt am Dienstag, 4. April, zu einer Kleidertauschparty in die Orange Bar, Zirkus-Krone-Straße 10, ein. Das Konzept: Besucher bringen aussortierte und saubere Kleidung mit und dürfen beliebig viel neue mit nach Hause nehmen. Die Party dauert von 18 bis 21 Uhr, der Eintritt kostet drei Euro. Wir sprachen vorab mit Organisatorin Julia Dade. Die 19-Jährige macht ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei Green City.

Wer kann an der Kleidertauschparty teilnehmen? 

Julia Dade von Green City organisiert die Kleidertauschparty.  

Julia Dade: Jede Altersgruppe und sowohl Männer als auch Frauen. Was wird angeboten? Es gibt ein paar Kategorien: An verschiedenen Tischen liegen kurze und lange Hosen, T-Shirts, Jacken und Mäntel, Schuhe, Taschen und Accessoires, Kleider und Röcke, Kinderkleidung und Spielsachen. Dieses Mal haben wir noch ein Special: Für den „Munich Women’s March“ im Frühsommer möchte eine Künstlerin bunte Armbänder basteln. Dafür sammeln wir diesmal Wollreste-Spenden. 

Muss man unbedingt selbst Kleidung abgeben? 

Nein. Wir wollen keinen 1:1-Tausch. Jeder zahlt den Eintritt und kann selbst entscheiden, ob und wie viel er mitbringt. Auf der Party darf sich jeder dann beliebig viele Kleidungsstücke aussuchen, egal wie viel er mitgebracht hat. Wir haben auch Gäste, die nur Klamotten vorbeibringen und wieder gehen.

Was passiert mit der Kleidung, die keiner will? 

Tragbare Stücke werden an die Diakonia-Kaufhäuser gespendet. Der Rest wird recycelt. 

Welchen Vorteil hat die Tauschparty gegenüber Flohmärkten? 

Auf Flohmärkten lässt man meistens mehr als drei Euro. Außerdem gibt es bei uns keine Standgebühren oder diese Käufer-Verkäufer-Atmosphäre. An unseren Wühltischen herrscht immer eine sehr lockere Stimmung. Und man kann beobachten, dass sich andere Menschen über die aussortierten Sachen freuen. 

Welchen ökologischen Auftrag haben die Kleidertauschpartys? 

Damit üben wir Kritik an dem enormen Konsum und an der Wegwerfgesellschaft. Ein Beispiel für die Klimabelastung: Jede Jeans legt unglaubliche Transportwege zurück und für den Used-Look werden sie mit Sand gestrahlt. Davon bekommen die Arbeiter tödliche Lungenschäden. Wir wollen sensibilisieren: Muss es immer Neues sein? Altes neu aufleben zu lassen, ist ressourcenschonend. 

Wir waren bereits bei einer Kleidertausch-Party dabei - lesen Sie hier die Reportage. 

Interview: Theresa Höpfl

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