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Mutter und Bahnkundin Carina Zimniok twitterte über ihr Erlebnis mit der Deutschen Bahn.

Empörung über DB-Tweet

Deutsche Bahn erlebt PR-Desaster: Schaffnerin verweigert schwangeren Frau Hilfe

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Eine Bahn-Schaffnerin verweigert einer jungen Mutter mit Kinderwagen Hilfe. Über den Ärger twittert die Schwangere. Die Antwort der Bahn macht sprachlos.

  • Carina Zimniok - Redakteurin beim Münchner Merkur - hat ihren Ärger über die Deutsche Bahn via Twitter Luft gemacht.
  • Die Reaktion der Deutschen Bahn folgte prompt - doch die Antwort macht fassungslos.
  • Nach heftiger Kritik rudert der Konzern zurück.

München - Die Bahn und die Barrierefreiheit – manchmal fehlt es nicht an einer Rolltreppe oder einer Rampe, sondern schlicht am guten Willen. Diese Erfahrung musste unsere Redakteurin Carina Zimniok, Mutter einer kleinen Tochter und zudem schwanger, am Samstag machen.

Mit Kinderwagen in die Bahn - Zugbegleiterin verweigert Hilfe

Die 38-Jährige wollte mit Kleinkind, Kinderwagen und Koffer am Hauptbahnhof in den Regionalzug RE 4028 Richtung Ingolstadt einsteigen. Leider erwies sich der Zug beinahe als unüberwindbare Hürde – zwischen Bahnsteig und Wagen war ein Spalt, zudem waren einige Stufen zu erklimmen. 

In ihrer Not bat Carina Zimniok eine Zugbegleiterin, ihr zu helfen. Doch sie bekam eine pampige Abfuhr: „Hier geht’s nicht und außerdem ist schon ein Kinderwagen drin“ – sprach’s und schritt von dannen. Wenn nicht andere Reisende unserer Redakteurin geholfen hätten, wäre der Zug ohne sie gefahren. Carina Zimniok twitterte darüber – und erfuhr zu ihrem Erstaunen, dass Bahn-Mitarbeiter angeblich nicht versichert sind und deshalb nicht helfen dürfen. 

Deutsche Bahn rudert kleinlaut zurück

Das aber ist, wie die Bahn-Pressestelle in Berlin jetzt klarstellte, Quatsch. „Wenn DB-Mitarbeiter unseren Reisenden helfen, dann sind sie auch versichert.“ Ja mehr noch: Die Kundenbetreuer sind dazu „angehalten, unseren Reisenden – sei es mit Rollstuhl oder Kinderwagen – beim Ein- und Ausstieg aktiv behilflich zu sein“. Der Tweet „tut uns leid“. 

Ein Zugführer der Deutschen Bahn äußert sich in einer Durchsage fragwürdig. Eine Passagierin kritisiert ihn - und erntet einen unerwarteten Shitstorm.

Die Ausbaupläne für das Grünwalder Stadion für Diskussionen in Giesing. Die Stadt hat einen Infoabend geplant. Doch Anwohner fühlen sich übergangen und äußern einen üblen Verdacht.

dw

Video: Im Imagefilm zeigt sich die Bahn gern barrierefrei

Bahn: Bund will 62 Milliarden Euro bis 2030 für Modernisierung des Schienennetzes ausgeben

Ansonsten gibt es für Kunden gute Nachrichten von der Bahn: Marode Schienen sollen erneuert, Stellwerke aus der Vorkriegszeit digitalisiert, bröckelnde Eisenbahnbrücken saniert werden: Der Bund investiert in den kommenden zehn Jahren 62 Milliarden Euro für Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes, die Deutsche Bahn weitere 24 Milliarden Euro. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bahn-Chef Richard Lutz unterzeichneten die neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III). Kritiker monieren, das Geld reiche nach Jahren der Unterfinanzierung bei weitem nicht aus.

Scheuer sprach am Dienstag nach der Unterzeichnung von einer Rekordsumme, die in Erhalt und Modernisierung des Schienennetzes fließe. "Der Wow-Effekt kommt. Die zwanziger Jahren werden ein glänzendes Zeitalter der Bahn." Ziel sei ein leistungsfähiges, hochwertiges Netz als Grundlage für aktiven Klimaschutz im Verkehr.

Auch interessant: Ein 18-Jähriger steigt mit seiner Freundin (15) in eine Münchner S-Bahn (S6 Tutzing) und schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht. Danach eskaliert die Situation völlig.

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