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Wahlplakate wie dieses hängen in ganz München.

Zwei Wochen nach Bundestagswahl

Deadline war am Montag: Warum die Wahl-Plakate noch immer hängen

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Eigentlich ist die Vorgabe der Stadt München klar: 14 Tage nach der Bundestagswahl müssen alle Wahlplakate abgehängt sein. Doch noch immer verunzieren die Anzeigen das Münchner Stadtbild. Droht den Parteien nun eine Strafe?

München - Zwei Wochen ist die Bundestagswahl nun her – und noch immer hängen in München Dutzende Plakate herum. Zwar waren die großen Gewinner am 24. September vor allem die kleineren Parteien wie AfD und FDP, doch von ihren Werbeaktionen ist nicht mehr allzu viel zu sehen. Im Gegensatz zu den großen Volksparteien. Plakate der CSU und SPD sieht man noch öfter.

Arno Laxy ist Pressesprecher der Sozialdemokraten in München: „Gegen Ende haben wir eine externe Firma damit beauftragt, noch ein paar Ständer aufzustellen. Doch die hatte seitdem viele Ausfälle und konnte die Ständer deswegen nicht abbauen.“ Man bedauere dies, sagt Laxy. „Wir wollen den Bürgern natürlich keinen Ärger bereiten.“ Er verspricht: Bis zum Ende der Woche gibt es keine SPD-Wahlplakate mehr in München.

„Nur ein oder zwei Personen kümmern sich pro Ortsverband darum“

Die CSU hatte laut Sprecher Frank Gübner an die 2000 Plakate in der Stadt verteilt. Dass der Abbau noch dauert, liege daran, dass die Mitglieder das ehrenamtlich machen. „Nur ein oder zwei Personen kümmern sich pro Ortsverband darum“, sagt Gübner. „Da kann das schon etwas dauern.“

Die Grünen ließen vor der Wahl etwa 400 Ständer aufbauen. Laut Petra Tuttas, der Fraktionsvorsitzenden im Bezirkstag, wurde „sofort nach der Wahl mit dem Abbau begonnen“. Man sei mittlerweile fertig – was allerdings nicht den Beobachtungen unserer Zeitung entspricht.

Stadt: 14 Tage nach der Wahl müssen die Plakate abgebaut sein

Vor der Wahl deutlich aktiver war die AfD. Der frisch in den Bundestag gewählte Wolfgang Wiehle wagt eine Schätzung: „Knapp 500 Dreieckständer und etwa 4000 Plakate haben wir in München aufgehängt.“ In seinem Wahlkreis soll es angeblich nur noch einzelne Reste von Plakaten geben.

Auch die Linke will ihre Hausaufgaben gemacht haben. Der Kreisvorsitzende Ates Gürpinar sagt: „Die Plakate müssten alle abgebaut sein.“ Auch hier sieht die Realität etwas anders aus.

Von Seiten der Stadt ist die Lage klar: 14 Tage nach der Wahl müssen die Plakate abgebaut sein. Der Stichtag dafür war am gestrigen Montag. Die Parteien werden nun erst einmal zum Abbau aufgefordert – Karenzzeit: drei Tage. Danach ist eine Strafe von 50 Euro pro Ständer fällig. 

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