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Ein Bild aus glücklichen Tagen: Der Kopfbau vor Beginn der Arbeiten.

Abriss im letzten Moment verhindern?

Demonstration für den Pasinger Kopfbau

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München - Der historische Kopfbau auf dem ehemaligen Stückgut-Gelände ist eingerüstet. Damit hätten die vorbereitenden Arbeiten zum Abriss begonnen, bestätigte ein Sprecher des Kommunalreferats.

Aktuell werde das Gebäude entkernt und von Altlasten befreit. Das Kommunalreferat vollziehe damit die Entscheidung der Vollversammlung vom Juli 2015. 

Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing (BA 21) hofft dennoch, dass das historische Industriegebäudes noch zu retten ist. Mehrheitlich forderte das Gremium dass sich die Stadtgestaltungskommission mit der für viele Pasinger unverständlichen Entscheidung befassen solle. Unterstützung bekommt der BA aktuell durch die Stadtratsfraktion der Grünen/Rosa Liste. „Noch ist es nicht zu spät, um den Kopfbau vor der Abrissbirne zu bewahren und für eine kulturelle Nutzung im Stadtviertel zu sanieren“, sagte Stadträtin Katrin Habenschaden (Grüne). 

In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Politiker eine erneute Prüfung zum Erhalt des Baus, auf dessen historischen Wert namhafte Denkmalschützer wie der Stadtheimatpfleger Gert Goergens hingewiesen hätten. Dieser bezeichnet den Kopfbau als „wertvolles, gut überliefertes geschichtliches Zeugnis für die bahntypischen Bauten in Pasing aus der Zeit der Reichsbahnplanung“.

Aus Kostengründen war die Mehrheit der Vollversammlung gegen den Erhalt und für einen Neubau. Diese Variante falle allerdings auch deutlich kleiner aus, kritisierte der BA bis zuletzt. Eine Bürgerinitiative, die bereits mehr als 1000 Unterschriften für den Erhalt gesammelt hat, ruft mit Vertretern des Kulturforums München-West zu einer Demonstration gegen den Abriss am kommenden Samstag, 14 Uhr, auf. Treffpunkt ist am Ausgang des Wolkentunnels an der Südseite des Pasinger Bahnhofs.  

mwh

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