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„Abschiedstrinken“: Jugendliche Zecher in der S-Bahn Hamburg Ende September. Seit 1. Oktober ist Alkohol im Hamburger Nahverkehr verboten – und bald auch in München.

Ab 11. Dezember: Alkoholverbot in der S-Bahn

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München – Nun also doch: Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember tritt bei der S-Bahn München ein absolutes Alkoholverbot in Kraft. Was meinen Sie dazu?

„Ja, es gab einen Beschluss der Gesellschafterversammlung, und zwar schon am 23. September“, bestätigte die Sprecherin des Münchner Verkehrs- und Tarif-Verbunds (MVV), Beate Brennauer, gegenüber unserer Zeitung. Wie schon bei Tram, Bus, U-Bahn und den MVV-Regionalbussen – dort gilt das Alkoholverbot schon seit 2009 – werde auch die S-Bahn München den Griff zur Flasche zum Tabu erklären. Und zwar auf allen Linien und in allen Zügen. Für Regional- und Fernzüge ändert sich nichts, ebensowenig wird das Verbot für die Bayerische Oberlandbahn gelten.

Die S-Bahn München folgt dem Beispiel Hamburgs. Dort ist Alkohol schon seit 1. September verboten. Damals folgten dort tausende junge Leute einem Aufruf in „Facebook“ und zechten in der Nacht vor dem Verbot noch einmal kräftig im öffentlichen Nahverkehr. Motto: „Abschiedstrinken“. Jetzt ist Schluss mit lustig: Nach einem Probemonat sind die Sicherheitskräfte dort seit dem 1. Oktober ermächtigt, für Verstöße gegen das Verbot 40 Euro Bußgeld zu verlangen.

Dabei hatte die S-Bahn in der Vergangenheit stets erklärt, ein Verbot werde an der Umsetzung scheitern, weil es niemand kontrollieren könne. Offenbar hat sich die Meinung geändert. „Dass man Alkohol trinkt, muss auf Kurzfahrstrecken nicht sein“, findet auch Karmasin.

Die S-Bahn wird nun die Beförderungsbedingungen ändert und dort ein Alkoholverbot verankern. Welche Sanktionen es bei Verstößen gibt, ist noch unklar, sagte ein Sprecher der Bahn. Bahn und Bundespolizei wollen die Umsetzung erst Mitte November erläutern.

Dirk Walter und Thomas Steinhardt

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