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Frank F. (27) bei seinen Verhandlungen. 

Verhandlungen, die es in sich haben

Dieb muss an einem Tag zwei Mal vor Gericht

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München - Diesen Tag wird Frank F. (27) nicht so schnell vergessen. Wegen diverser Diebstähle musste er am Mittwoch vors Amtsgericht. Der geständige Täter hatte dort aber nicht nur eine Verhandlung, sondern gleich zwei. Und die hatten es in sich!

Um 8.30 Uhr morgens wird es ernst für Frank F.: Mit schwarzer Jacke und viel Gel im Haar betritt der Sicherheitsmann den Gerichtssaal A221. Schon eine Stunde später ist klar: Er muss für 14 Monate ins Gefängnis, weil er im September 2015 die Terrassentür einer Zahnarztpraxis geknackt hatte und innen sechs Bohrer sowie das Sparschwein der Arzthelferinnen mitgehen ließ. Außerdem klaute er im Januar einen Pullover. Verteidiger Alexander Eckstein: „Mein Mandant hatte zu dieser Zeit ein Drogen- und Tablettenproblem. Er bedauert die Taten.“ Frank F. nickt. „Nach meiner Scheidung im Jahr 2013 bin ich leider abgestürzt.“

Richterin Birkhofer-Hoffmann fand für ihn harte Worte: „Stand jetzt glaube ich nicht, dass Sie Ihr Leben auf die Reihe kriegen.“ Frank F. hat 17 Vorstrafen auf dem Kerbholz – auch deshalb gab es für ihn keine Bewährung mehr. Die Richterin: „Wenn Sie eine Therapie beginnen, haben Sie vielleicht eine Chance in der Berufung.“ Sie entlässt ihn um 9.30 Uhr.

Frank F. wirkt bedrückt. Noch vier Stunden bis zum nächsten Prozess. Der beginnt mit 30 Minuten Verspätung – und endet diesmal milde: Frank F. gesteht drei weitere Diebstähle (Geldbörse, Parfum und E-Book-Reader). Aber Richterin Krause summiert diese mit in das erste Urteil – und stellt den Prozess um 14.15 Uhr ein. Glück für Frank F. „Danke“, sagt er und wischt sich die Stirn.

Sein Doppelprozess: eher Zufall. „Vielleicht war es so, dass eine Anklage eingegangen war, als die andere schon terminiert war“, sagt Gerichtssprecherin Andrea Titz. Denn meistens werden zwei Verfahren zu einem gemeinsamen verbunden.

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