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Verdi macht Ernst

Am Dienstag: Streik in den Münchner Kitas

München - In der kommenden Woche müssen viele Eltern umplanen: Die Gewerkschaft Verdi macht Ernst und ruft am Dienstag die Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Landeshauptstadt zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind Kindergärten, Kinderkrippen, Tagesheime und Horte.

„Ziel des Streiks ist es, die öffentlichen Arbeitgeber, dazu zu bewegen, in der dritten Verhandlungsrunde am 28./29. April ein faires Angebot vorzulegen, das dann auch zu einer Einigung führt“, sagt Heinrich Birner, Verdi-Geschäftsführer in München. Die Gewerkschaft fordert eine Einkommenserhöhung von sechs Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber haben bislang nur eine Einkommenserhöhung ab 1. Juni von einem Prozent und ab 1. Juni 2017 von zwei Prozent angeboten.

Wie viele der rund 450 Einrichtungen vom Streik betroffen sein werden und wie viele ganz geschlossen bleiben, ist noch nicht absehbar. Bei den Streiks im vergangenen Jahr war etwa die Hälfte der Kitas zu. Auch wenn laut Verdi die Unzufriedenheit über die Abschlüsse im vergangenen Jahr noch nachwirke, rechne man am Dienstag mit weniger Schließungen.

Das städtische Schulreferat hat bereits Info-Briefe an die Eltern verschickt, die diese über den Streik informieren. Die Stadt rät allen Eltern, sich über mögliche Einschränkungen am Dienstag in der jeweiligen Einrichtung direkt zu informieren.

Für Verdi geht es vor allem um eins: die Aufwertung der sozialen und erzieherischen Berufe. Laut Birner sei man zwar im vergangenen Jahr einen Schritt weiter gekommen, doch die Unzufriedenheit sei noch groß, etwa bei den Kinderpflegerinnen. Der Grund: Sie sind von der freiwilligen Arbeitsmarktzulage der Stadt in Höhe von 200 Euro ausgenommen – für Verdi nach wie vor eine nicht akzeptable Ungleichbehandlung.  

do

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