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Totschlagsprozess gegen 82 Jahre alten Rentner.

Aus dem Landgericht

Ehefrau erdrosselt: Gericht weist dementen Rentner in Psychiatrie ein

Seit einem Schlaganfall ist der 82-Jährige aggressiv geworden. Der Rentner stellt eine Gefahr für die Allgemeinheit, entscheidet ein Gericht. 

München - Ein demenzkranker Rentner (82), der seine zwei Jahre ältere Ehefrau im gemeinsamen Haus in München erdrosselt hat, muss dauerhaft in die geschlossene Psychiatrie. Das Landgericht München I ordnete am Freitag seine Unterbringung an, weil der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

Seit einem Schlaganfall im März 2016 sei der 82-Jährige aggressiv geworden. Immer wieder habe es Streit mit seiner Frau gegeben, vor allem weil er ständig darauf bestand, Auto fahren und zum Frisör zu wollen. Bei einer erneuten Auseinandersetzung am 27. August habe er sie niedergeschlagen und mit einem Strick stranguliert.

Der Mann selbst konnte sich nicht an die Tat erinnern. „Ich würde alles sagen, aber ich weiß nichts mehr“, hatte er beim Prozessbeginn am Donnerstag gesagt. Ein Teil der Verhandlung wegen Totschlags wurde ohne den Beschuldigten geführt, weil die Belastung zu groß war.

dpa

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