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Das Ensemble: Die Solisten des Gärtnerplatztheaters unterhielten mit Arien aus Mozarts Oper „Così fan tutte“ im Münchner Pressehaus.

Spendengala für den Verein „Lebensmut“

Ein Abend voller Hoffnung und Zuversicht

Mozart lauschen – und Gutes tun. Die Spendengala für den Verein „Lebensmut“, der krebskranken Menschen hilft, machte vor allem eines: Lust aufs Leben.

Es hat lange gedauert. „Aber jetzt sind wir endlich wieder eine Familie“, sagt Roberta Lantier. Für dieses Gefühl musste die zierliche Frau hart kämpfen – zusammen mit ihrem Mann Ralf Sambeth und dem elfjährigen Sohn. Denn sie war lebensbedrohlich erkrankt: am „Non-Hodgkin-Lymphom“, das ist ein bösartiger Tumor, der das Lymphgewebe befällt. „Es traf mich völlig unerwartet“, erzählt sie heute – sie und auch ihre kleine Familie; der Sohn war damals gerade mal ein Jahr alt.

Es ist Donnerstag, kurz vor 20 Uhr. Roberta Lantier und ihr Mann Ralf stehen auf der Bühne der Alten Rotation im Pressehaus des Münchner Merkur und erzählen von ihrem schweren Weg. An diesem Abend findet hier die Spendengala zugunsten des Vereins „Lebensmut“ statt. Mehr als 100 Gäste sind auf Einladung unseres Verlegers Dirk Ippen und seiner Frau Marlene ins Pressehaus gekommen. Sie alle unterstützen den Verein, der sich für krebskranke Menschen und deren Familien engagiert – Menschen wie Roberta Lantier.

Das erste Jahr nach der schweren Diagnose, das übersteht Familie Lantier irgendwie. Doch im zweiten Jahr beginnt das Glück zu zersplittern: Ehemann Ralf Sambeth verkraftet das Pendeln zwischen seiner Arbeit als Produktmanager und den Krankenhausbesuchen nur schwer. Denn seine Frau liegt nach einer Transplantation auf der Intensivstation – und es besteht auch noch der Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber. Fortan darf Roberta Lantier ihren Sohn Monate lang nur durch eine Glasscheibe sehen. „Es war hart, ihn nicht berühren zu dürfen, nicht mit ihm sprechen zu können“, erzählt sie. Ihr Mann Ralf sagt: „Da wurde uns klar, dass wir das als Familie alleine nicht mehr schaffen.“ Es ist der Moment, in dem „Lebensmut“ in das Leben der Familie tritt.

Bilder von der Spendengala für den Verein „Lebensmut“

„Lebensmut“ – das ist auch das Thema des Abends. Ein Thema, in dessen Dienst sich die Solisten des Gärtnerplatztheaters mit ihrem Destillat aus Mozarts Oper „Così fan tutte“ stellen: Jennifer O’Loughlin, Anna-Katharina Tonauer, Matija Meic, Tamas Tarjanyi, Elaine Ortiz Arandes, Levente Pall und, als Pianist, Oleg Ptashnikov. Markus Thiel, Opernkritiker unserer Zeitung, moderiert kurzweilig Ausschnitte aus jener Oper, die seinerzeit fast für einen Skandal sorgte – so viele Liebeswirrungen gab es ja noch nie! Am Ende des Abends kommen mehr als 19 000 Euro zusammen, unter anderem für die Ausweitung einer Familiensprechstunde bei „Lebensmut“. Zudem wird ein „Sternstunden“-Scheck über 100 000 Euro überreicht.

„Vor 13 Jahren überzeugten Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann und Christiane Kaske mich, dass Hochleistungsmedizin und Menschlichkeit nur zusammengehen“, sagt Marlene Ippen, Ehefrau unseres Verlegers Dirk Ippen, Und genau dafür steht „Lebensmut“.

Angelika Mayr

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