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Verspätungen und wartende Pendler:  So sah es am Montag in München-Pasing aus.

Ein Tag lang Chaos auf allen Linien

Kommentar: Wie die S-Bahn ihre Störungen managt, ist eine Katastrophe!

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Komplettes Chaos bei der S-Bahn am Montag, das führte erneut zu wütenden Reisenden. Auch, weil das Managen der Störung eine Katastrophe ist. 

Man will die S-Bahn ja nicht immer schimpfen, aber manchmal muss ein Donnerwetter einfach sein: Die Leistung am Montag war schlicht unterirdisch. Es geht dabei nicht darum, dass eine Oberleitung bei Frost mal reißen kann. Nein, es geht ums Managen von Störungen (in unserem Ticker halten wir Sie über alle Beeinträchtigungen bei der S-Bahn auf dem Laufenden). Bei der S-Bahn fehlen schlicht Rückfallebenen für den Chaos-Fall. So gibt es nach wie vor keine Lage-genaue Ortung der S-Bahnen und ihre sekundenschnelle Spiegelung in den Anzeigen am Bahnsteig. Was jedes Navi kann – die Ortung per GPS –, ist der S-Bahn nicht möglich. Die Folge: Auf die Anzeigentafeln und auf die (meist vom Band abgespulten) Durchsagen ist bei Störungen einfach kein Verlass. Wie oft schon hat die S-Bahn eigentlich versprochen, dass sie hier besser werden will?

Sie erreichen den Autor unter: Dirk.Walter@merkur.de

Das nächste Versprechen wird am Mittwoch folgen – dann lädt die S-Bahn zur Pressekonferenz, deren Titel („Qualitätsprogramm für die Kunden“) wie Hohn klingt. Angesichts der vielen Störungen und der fünf (!) angekündigten kompletten baustellen-bedingten Stammstrecken-Stilllegungen in diesem Jahr müsste zu allererst der Bau eines Notfallbahnhofs angepackt werden. Doch die Planungen für den Bau des Halts Poccistraße am Südring, der immerhin eine Verbindung zum U-Bahn-Netz ermöglichen würde, sind noch ganz am Anfang. Fertigstellung: frühestens 2026. Diese Fehlplanung kann so nicht bleiben. 

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Dirk Walter

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