Zivilcourage kann man lernen

Eingreifen und verteidigen: Polizei bietet Kurse an

München - Gefühle wie Ohnmacht oder Hilfslosigkeit muss niemand hinnehmen, denn Zivilcourage kann man jetzt lernen: Bei der Münchner Polizei können sich Interessierte für Kurse anmelden.

In der Theorie klingt Zivilcourage zeigen ganz einfach: Man muss nur handeln. In der Praxis zeigt sich aber immer wieder, dass Menschen in solchen Situationen ganz anders handeln als vorher angenommen: teilweise paralysiert, teilweise desinteressiert. Im jüngsten Fall rettete ein Mann in der S-Bahn eine ältere Dame vor den Schlägen und Pöbeleien eines Betrunkenen durch sein beherztes Eingreifen. Dazwischen erfordert Mut, Menschenkenntnis und Erfahrung. Genau das will die Münchner Polizei in speziellen Kursen zeigen und versichert: „Man muss kein Held sein, um sich selber oder anderen in Gefahrensituationen wirksam helfen zu können.“ Wie sich couragierte Bürger am Besten zur Wehr setzen können ohne sich selbst zu gefährden, soll in interaktiven Kursen vermittelt werden.

Einfache Erklärungen sollen dabei helfen auch in Stresssituationen überlegt reagieren zu können.

Die Infos zu den Kursen im Überblick:

Jede Polizeidienststelle bietet Kurse zum Thema Zivilcourage und Selbstverteidigung, die Termine können interessierte Erwachsene bei ihrer Zuständigen Direktion vor Ort erfragen. Ab einer Teilnehmerzahl von zehn bis 15 Personen kommt ein Kurs, der in der Regel zwischen zwei und vier Stunden dauert, zusammen. Das Zivilcourage-Training ist selbstverständlich kostenlos.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Polizeiinspektionen in München. Bei Interesse können Sie sich an die Ihnen am nächsten gelegene Inspektion wenden.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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