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Hertha P. nahmen die Täter 11.000 Euro ab.

Moses K. und Venecia W. vor Gericht

So brachten mich die Enkeltrickbetrüger um 11.000 Euro

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München - Sie sollen Senioren um Tausende Euro gebracht haben. Deshalb stehen Moses K. und Venecia W. vor Gericht. Am Mittwoch schilderten zwei Opfer, wie dreist sie von den Betrügern übers Ohr gehauen wurden.

Haben Moses K. (29) und Venecia W. (23) Rentner um Tausende von Euro betrogen? Auch am zweiten Prozesstag schwiegen die Angeklagten zu den Vorwürfen – dafür aber redeten die Opfer.

Rentnerin Hertha P. (61, Name geändert) aus Dachau wurde um 11.000 Euro erleichtert. Im Prozess gibt sie Einblicke in die Vorgehensweise der Täter: Ein Mann habe sie angerufen und sich als ihr Sohn ausgegeben. Er brauche unbedingt Geld, stehe aber gerade im Stau und könne nichts abheben. Er werde einen Notar vorbeischicken, der das Geld dann abhole. Hertha P. glaubte die Geschichte – und lief zu Fuß zur Bank. Später holte eine Frau, angeblich eine Notargehilfin, das Geld ab. 

Opfer: „Anruferin klang, als ob sie mich hypnotisieren wollte“

Dass die Täter nahmen, was sie kriegen konnten, zeigt ein weiteres Detail, das P. als Zeugin vor Gericht nannte: „Der Anrufer fragte, ob ich Schmuck oder Goldbarren hätte.“ Später am Tag habe dann P.’s echter Sohn angerufen. Sie habe ihm verwundert gesagt: „Wir haben doch schon mittags gesprochen.“ Der Sohn sei entsetzt gewesen, erzählt Hertha P. – und sofort habe sie eins und eins zusammengezählt und die Polizei verständigt.

Auch Olaf W. (83, Name geändert) haben die Täter um 17.000 erleichtert! Bei ihm hatte sich die Anruferin als Krankenschwester ausgegeben und ihn unter Druck gesetzt. „Ihre Stimme war so ruhig, als ob sie mich hypnotisieren wollte“, sagte W. am Mittwoch vor Gericht. Als er das Geld abhob, habe der Banker sogar noch misstrauisch nachgefragt, wofür das viele Geld sei – W. aber habe sich nicht abbringen lassen. Ein angeblicher Rechtsanwalt habe das Geld dann abgeholt. Olaf W. hat dem Mann sogar noch einen Kaffee gemacht. 

thi/mjh

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