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Robert B. (38) droht lebenslange Haft wegen Mordes.

38-Jähriger gesteht Mord - wie kam es dazu

Er brachte seine Schwester um - jetzt sagte seine Ehefrau aus

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Den Mord an seiner Schwester Elvira hat Robert B. (38) längst gestanden. Jetzt geht es darum, sein Motiv zu finden. Deswegen sagte am Montag seine Frau vor Gericht aus.

München - Mit einer Kordel hatte er die vermögende Witwe im Februar 2016 aus Wut erdrosselt. Aber wie konnte es nur zu so einer Tat kommen? Das versucht Richter Michael Höhne seit Ende März zu klären. Und lud dazu nun auch die Ehefrau des Täters als Zeugin vor.

„Ich kenne Robert seit 1996, im Jahr 2001 haben wir geheiratet“, sagte Andrea B. „Er war sehr liebevoll und auf unsere Familie konzentriert.“ Mit seiner Schwester Elvira, dem späteren Mordopfer, habe es aber ständig Streit gegeben. „Sie war aggressiv und egoistisch, hat immer herumgeschrien. Selbst bei Besuchen. Ihr hat nie etwas gefallen, nichts war ihr gut genug.“

In der Familie habe Elvira nur Kontakt zu Robert gehabt. Jahrelang wollte er nichts von seiner Schwester wissen, bis sie ihn über Facebook fand. „Sie war sehr aufbrausend und beleidigend, es gab Stress und Streit, einige Tage später war der Kontakt dann wieder normal“, sagt die Ehefrau. Robert habe sich gegen Elvira schlecht wehren können. „Sie demütigte ihn oft und beschimpfte ihn als dummen Zigeuner.“ Als er ihr beim Umzug in München geholfen hatte, hielt er das nicht mehr aus – und erdrosselte seine eigene Schwester.

Tragisch auch für die Ehefrau, die ihren Robert wohl jahrelang im Gefängnis besuchen muss: „Die Familie kann man sich nicht aussuchen.“

thi

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