Wie teuer die Tickets werden, entscheidet sich im Herbst.

Ab Dezember wird's teurer

Der MVV erhöht (mal wieder) die Preise

München - Der MVV bereitet die nächste Tariferhöhung vor. Sie soll Mitte Dezember in Kraft treten.

Am 21. September wollen die Gesellschafter des Nahverkehrsverbundes entscheiden, welches der sechs Tarifmodelle für 2012/13 zum Zug kommen soll, das die Verbundgesellschaft durchrechnet.

Außerdem haben die Wahlen zum Landtag und zum Bundestag im Herbst nächsten Jahres bei Politikern offenbar Überlegungen ausgelöst, ob auch die übernächste MVV-Tarifrunde schon in diesem Jahr beschlossen werden soll. So müssten die Wähler nicht kurz vor dem Urnengang verärgert werden.

Vor einem solchen „Doppelbeschluss“ warnt der Sprecher der „Aktion Münchner Fahrgäste“, Andreas Nagel. Sein Verband meint: „Eine Tariferhöhung passt derzeit überhaupt nicht in die Landschaft.“ Schließlich müssten die Fahrgäste „Minderleistungen“ bei S- und Straßenbahn hinnehmen.

Eine vorgezogene Beschlussfassung des Entscheidungsgremiums über einen Tarif 2013/14 würde erst im Dezember 2013 wirksam. Insofern bliebe der jährliche Rhythmus der Preiserhöhungen für die Fahrgäste gleich. In der Gesellschafter-Versammlung sind unter dem Vorsitz von OB Christian Ude Stadt, Freistaat und Landkreise vertreten.

Im Lauf der Jahre sind die Preissteigerungen im Bereich von 2,5 bis 4 Prozent geblieben. Die Tarifsystematik mit unterschiedlichen Angeboten führt bei einzelnen Tickets aber stets zu deutlichen Abweichungen vom Mittel. Fahrgast-Vertreter Nagel fordert vom Verkehrsverbund, die Streifenkarte diesmal ungeschoren zu lassen und eine flexible Gültigkeit der Monats- und Wochenkarten einzuführen. Zudem müsse das langwierige Gezeter um das Semester-Ticket für Studierende endlich beendet werden.

Der MVV hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr Kunden begrüßen dürfen: 2011 absolvierten die Passagiere 645 Millionen Fahrten.

Eberhard Geiger

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