Ermittlungen zu falsch beschrifteten Rinderhäuten dauern an

Würzburg/Memmingen - Im Fall der zu Lebensmitteln umetikettierten Schlachtabfälle aus Würzburg steht noch nicht fest, ob die ungenießbaren Rinderhäute zu Gelatine verarbeitet worden sind. Das sagte der ermittelnde Staatsanwalt Andreas Rossa am Montag in Memmingen.

Es sei unheimlich aufwendig, den Weg der Häute von Unterfranken nach Baden-Württemberg und den anschließenden Weiterverkauf unter anderem nach Bayern nachzuvollziehen. Deshalb könne auch noch nicht ausgeschlossen werden, dass die Tierhäute bei der Lebensmittelproduktion verwendet worden sind. Rossa rechnet mit ersten Ermittlungsergebnissen frühestens Anfang Mai.

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass eine Würzburger Firma etwa 170 als Tierfutter deklarierte Rinderhäute falsch beschriftet und als lebensmitteltauglich weiterverkauft hatte. Ob es sich dabei um Absicht oder ein Versehen gehandelt hat, steht dem Staatsanwalt zufolge noch nicht fest. Häute von gesunden Rindern, deren Fleisch auch gegessen werden kann, können zur Gelatineherstellung genutzt werden. Da Gelatine bei der Produktion hoch erhitzt wird, können nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden.

dpa

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